ENERGIE |
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9:52 | 13.09.2010
Breaking News: E.ON, Evonik, GDF SUEZ, RWE, Siemens
E.ON: Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ hält der Versorger bis 2040 einen Anteil von 50% erneuerbarer Energie an dem von ihm produzierten Strom für denkbar. Der CEO der Sparte Climate & Renewables, Frank Mastiaux, erklärte in einem Interview, dass es das Ziel sei, bis 2015 mit zehn Gigawatt etwa ein Sechstel des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Spätestens 2030 sollen es 36% sein, 2040 sei dann ein Anteil von 50% möglich, sagte er. Der Atomkompromiss löst eine Debatte über die Zusatzgewinne der Branche aus. Gegner längerer Laufzeiten kritisieren, die Branche rechne ihre Zusatzgewinne gezielt klein. Tatsächlich aber profitierten die Unternehmen enorm. „E.ON wird je nach Strompreisentwicklung zwischen 25 und 50 Mrd. Euro Zusatzerträge haben und davon wohl weniger als die Hälfte an den Staat abgeben“, sagte Felix Matthes vom Öko-Institut gegenüber dem „Handelsblatt“. Evonik Industries: Der Konzern macht Fortschritte beim Verkauf der Energiesparte Steag. Das Kuratorium des Mehrheitseigners RAG-Stiftung berät morgen über den aktuellen Stand. Nach „FTD“-Informationen liegen vier detaillierte Offerten vor. Hinzukommen könne noch eine spät eingereichte und bisher weniger konkrete Offerte. GDF SUEZ: Der Versorger hat seine 5,01%-Beteiligung an dem spanischen Energieunternehmen Gas Natural Fermosa über den Markt komplett veräußert. Der Verkauf ist Teil der Optimierungsstrategie für die finanziellen Reserven der Gruppe. Der Erlös wurde auf 540 Mio. Euro beziffert. Zuvor hatten die beiden mit der Transaktion betrauten Banken, Citigroup und Goldman Sache, mitgeteilt, sie würden im Namen von GDF SUEZ 46,18 Mio. Aktien von Gas Natural Fermosa zu verkaufen. RWE: Der Konzern hat seine Pläne zum Bau eines milliardenschweren Steinkohlekraftwerks im polnischen Czeczott auf Grund mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben. Eine Konzernsprecherin begründete dies mit den unsicheren Marktbedingungen und den zukünftigen Kosten für Emissionszertifikate. RWE hatte im August 2009 mit dem polnischen Kohleproduzenten Kompania Weglowa ein Joint Venture gegründet, an dem RWE 75% hält. Zweck des Bündnisses war der Bau eines Steinkohlekraftwerks mit einer Leistung von 800 Megawatt. Die Anlage sollte 2015 ans Netz gehen und 1,5 Mrd. Euro kosten. Wie aus informierten Kreisen verlautete, zieht der Verkauf des RWE-Gasnetzes hauptsächlich Finanzinvestoren an. Neben dem offensiv auftretenden kommunalen Konsortium um Bayerngas haben demnach auch die Infrastrukturfonds der Deutschen Bank, der australischen Bank Macquarie und des US-Finanzinstituts Morgan Stanley Interesse an der Sparte. Siemens: Die Tochter Siemens Energy hat zwei Aufträge über die Lieferung von Schlüsselsystemen für Gaspipelines in China erhalten. In beiden Fällen ist die China National Petroleum Corporation (CNPC) der Auftraggeber. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Berlin: Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ (BamS) hat Bundesumweltminister Röttgen erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Kompromisses zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Demnach habe er am vergangenen Donnerstag vor Mitgliedern des Arbeitskreises Umwelt der CDU-Fraktion im NRW-Landtag laut Veranstaltungsteilnehmern zur geplanten Laufzeitverlängerung um durchschnittlich 12 Jahre gesagt: „Das wird das Bundesverfassungsgericht nicht mitmachen.“ Er gehe zwar nicht davon aus, dass Karlsruhe den Kompromiss komplett verwerfe. Aber am Ende komme dabei eine Laufzeitverlängerung von „etwa fünf Jahren raus“. Röttgen bezeichnete dies als seine „persönliche Rechtsauffassung“. |
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