ENERGIE

9:32 | 12.04.2010
Breaking News: E.ON, Nordex

E.ON: CFO Marcus Schenck sieht niedrigere Strompreise. Das sagte der Manager im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Auf die Frage, ob die Preise auch für die Industrie und Privathaushalte sinken werden, sagte er: „Der Wettbewerb treibt die Preise nach unten. Am Ende werden die niedrigeren Großhandelspreise auf alle Kundengruppen durchschlagen.“ Schenck sagte weiter, E.ON werde das Gasnetz nicht verkaufen. „Aber im Rahmen der EU-Vorgaben werden unser Gasnetz und der E.ON-Konzern organisatorisch stärker voneinander getrennt“. Zur Dividendenentwicklung erklärte der Finanzvorstand, man wolle weiter 50% bis 60% des bereinigten Nachsteuerergebnisses ausschütten.
Nach dem Urteil gegen die Preiserhöhungsklausel zahlreicher Gasversorger hat E.ON Hanse jetzt mehr als 10.000 Altverträge gekündigt. Konzernangaben zufolge wird den Kunden ein Bonus für einen neuen Vertrag angeboten. Sie haben ebenso die Möglichkeit, zu einem anderen Versorger zu wechseln. Wer nicht reagiert, wird in die Grundversorgung übernommen und erhält weiterhin Gas, jedoch zu schlechteren Konditionen als mit einem neuen Vertrag.
Bulgarien will Elektrizitätskosten sparen und dafür die Geschäfte ausländischer Anbieter überprüfen. Betroffen sind u.a. E.ON und EVN aus Österreich. Die Aufsichtsbehörden sollten die Investitionen der Konzerne überprüfen, teilte die Regierung mit.

Nordex: Eigenen Angaben zufolge hat Nordex mit dem schwedischen Energieversorger Skelleftea Kraft AB einen Rahmenvertrag über die Lieferung von insgesamt 118 Anlagen der Baureihe N100/2500 unterzeichnet. Dabei handelt es sich um das Projekt „Blaiken“, das mit 250 Mega-watt (MW) der größte Windpark Schwedens werden soll, sowie die zwei Vorläuferprojekte „Jokkmokksliden“ (25 MW) und „Storliden“ (20 MW). Die ersten Anlagen werden bereits im laufenden Jahr errichtet, um die beiden kleineren Projekte schon 2011 ans Netz zu bringen. Dann soll der Baustart für das Großprojekt „Blaiken“ folgen. Um den Zeitplan zu halten, sind die Bauvorbereitungen für die 100 Errichtungen mittlerweile gestartet worden.
Die US-Bank Goldman Sachs hat sich laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ beim Windkraftanlagenbauer weitgehend zurückgezogen. Die Beteiligung ist nach Angaben von Nordex unter Berufung auf die US-Bank auf 1,2% von zuvor 9,97% gesunken. Finanzkreisen zufolge hatte die Bank Ende März 6,5 Mio. Nordex-Aktien, die in einem Fonds lagen, zu je 8,50 Euro am Markt platziert.

 


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