ENERGIE |
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10:46 | 15.07.2011
Breaking News I: RWE, Gazprom
RWE: Eigenen Angaben zufolge haben RWE und Gazprom ein Memorandum of Understanding (MoU) zu einer strategischen Partnerschaft in der europäischen Kraftwerkswirtschaft unterzeichnet. Gleichzeitig bekräftigt das MoU die Absicht der Unternehmen, die laufenden Verhandlungen zu einem für beide befriedigenden Ergebnis zu führen. Den Angaben zufolge sind zur Umsetzung dieser Überlegungen Verhandlungen vorgesehen, wie bestehende oder neu zu errichtende Steinkohle- und Gaskraftwerkskapazitäten in Deutschland, Großbritannien und den Beneluxländern in ein gemeinsames Joint Venture eingebracht werden können. RWE-CEO Jürgen Großmann erklärte dazu: „Wenn dieses Memorandum of Understanding umgesetzt wird, kann es eine sichere und wettbewerbsfähige Gasversorgung für RWE garantieren. Außerdem kann es die Basis für Partnerschaften bei Kohle- und Gaskraftwerken in und außerhalb Deutschlands werden und somit für beide Seiten zu erfolgreichen Wachstumsoptionen führen.“ RWE wird bei den Verhandlungen mit Gazprom nicht über eine Beteiligung von Gazprom an dem DAX-Konzern sprechen. Dies sei nicht Gegenstand der Gespräche, teilte RWE mit. Auch die geplante Nabucco-Gaspipeline ist nicht von der Vereinbarung betroffen. Der Energieversorger hat sich von seiner Mehrheitsbeteiligung an der Amprion GmbH getrennt. Eigenen Angaben zufolge hat RWE 74,9% der Amprion-Anteile an ein Konsortium von Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft und von Versorgungswerken veräußert. RWE wird zunächst mit 14,5% an dem Konsortium beteiligt sein und damit zusätzlich zu dem Minderheitsanteil von 25,1% einen weiteren indirekten Anteil an Amprion von durchgerechnet rund 10,8% halten. Der Konsortialanteil soll kurzfristig an weitere Investoren veräußert werden. Basis für den Verkaufspreis ist ein Unternehmenswert von 1,3 Mrd. Euro. Der Vollzug der Transaktion führt zur Entkonsolidierung von Amprion und senkt den Investitionsbedarf des RWE-Konzerns für den Netzausbau in den kommenden zehn Jahren um 2,5 Mrd. Euro. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats von RWE sowie der zuständigen Kartellbehörden und soll im 3. Quartal abgeschlossen werden. |
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