EXPERTEN

9:56 | 11.03.2010
HSBC T&B – Kollaps beim deutschen Handelsbilanzüberschuss im Januar 2010

Überraschenderweise gab der saisonbereinigte Handelsbilanzüberschuss im Januar in Deutschland bei einem Monatsanstieg der Importe um 6,0 % und einem noch etwas deutlicherem Minus der Exporte um 6,3 % auf 8,7 Mrd. EUR nach. In den beiden Vormonaten lag der Überschuss noch bei knapp 17 Mrd. EUR. Ein spürbar wachstumsdämpfender Effekt vom Außenbeitrag ist damit für das 1. Quartal 2010 wohl kaum vermeidbar. Die Befürchtung, dass das deutsche Wachstumsmomentum nach der Stagnation im 4. Quartal 2009 nicht sofort wieder kräftig anzieht, ist nicht von der Hand zu weisen. Die britische Industrieproduktion wies im Januar ein Monatsminus von 0,4 % aus (Marktkonsens: +0,3 %). Obwohl hierfür wohl vor allem witterungsbedingte Gründe eine Rolle gespielt haben dürften, gab die britische Währung zum Euro spürbar nach. Auch in den kommenden Wochen dürfte das Pfund unter Druck bleiben. Erst nach den Parlamentswahlen (voraussichtlich im Mai) rechnen wir mit einer Stabilisierung der britischen Valuta. Die Reserve Bank of New Zealand hat den Leitzins unverändert bei 2,50 % belassen, dabei aber ihre Erwartung bekräftigt, dass zur Jahresmitte eine erste Zinserhöhung ansteht. Der Hochpunkt im Zinszyklus könnte laut Gouverneur Bollard aber niedriger liegen als in den Zyklen zuvor.


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