EXPERTEN

12:03 | 17.03.2010
Helaba – Marktkommentar Aktien: USA: ABC-Verbrauchervertrauen steigt von -49 auf -43.

Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite
DAX 5.996 5.935 / 5.860 6.000 / 6.048 5.935 / 6.048
Euro Stoxx 50 2.919 2.880 / 2.785 2.921 / 3.017 2.880 / 3.017

Japan: BoJ lässt Leitzins unverändert bei 0,10 %, pumpt aber zusätzliche Liquidität (ca.
110 Mrd. USD) in das Finanzsystem. Yen tendiert schwächer.

Die US-Notenbank hat das Leitzinsband bei 0-0,25 % unverändert gelassen. Damit entsprach die Fed den Markterwartungen. Auch der Begeleitkommentar der Washingtoner Notenbanker brachte keine größere Überraschung. So konstatieren die Währungshüter eine fortschreitende konjunkturelle Erholung bei geringem Inflationsdruck. Daher wurde auch der Passus der „extended period“ erneut im Statement belassen, was darauf hindeutet, dass frühestens im dritten Quartal eine Zinswende zu erwarten ist. Bemerkenswert ist aber die Tatsache, dass diese Wortwahl erneut nicht die ungeteilte Zustimmung erhalten hat. Datenseitig richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Erzeugerpreise des Monats Februar. Sinkende Energiepreise dürften im Monatsvergleich für sinkende Erzeugerpreise gesorgt haben. Darauf haben bereits gestern die schwächeren Importpreise hingewiesen. Ein Unterschreiten der Konsensschätzung erwarten wir jedoch nicht. Zu hoch erscheint dagegen die Schätzung der Jahresrate, die wir unverändert bei 4,6 % sehen. Neben den Gesamtteuerungsraten sind natürlich auch die Entwicklungen jenseits der Energiepreise relevant. Bei den Importpreisen gab es in dieser Abgrenzung einen leichten Anstieg im Monatsvergleich und die Jahresrate erhöhte sich von 1,2 % auf 2,1 %. Insofern sollten auch die Kern-Erzeugerpreise latent zulegen.

Unter den S&P500-Unternehmen wird lediglich Nike (20:15 Uhr) sein Zahlenwerk für das dritte Quartal präsentieren. Im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,88 USD vs. 0,99 USD in der Vorjahresperiode erwartet. In den Flüsterschätzungen wird hingegen ein EPS in Höhe von 0,94 USD unterstellt. Unter diesem Aspekt kann davon ausgegangen werden, dass eine positive Überraschung bereits teilweise eingepreist wurde.

Der Dax startete, angesichts überwiegend positiver Vorgaben, freundlich in den Dienstagshandel. Diese Tendenz setzte sich auch im weiteren Verlauf fort, wenngleich einmal mehr bemängelt werden muss, dass die gehandelten Umsätze einmal mehr unterdurchschnittlich ausfielen. Da dies bereits in den vergangenen Tagen häufiger der Fall war, kann dieser Aspekt nicht allein mit Zurückhaltung im Vorfeld der FOMC-Entscheidung begründet werden. Für einen Gesamtmarktsupport sorgte der ZEW-Index. Die befragten Analysten waren nicht ganz so skeptisch, wie dies im Vorfeld erwartet worden war. Gesucht waren Aktien der Commerzbank, Deutsche Bank, Lufthansa, Infineon, Metro und Siemens. Unter den wenigen Verlierern waren Fresenius, Münchner Rück und E.ON zu finden. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen günstig aus.

Zweifelsohne wird der Kassamarkt heute das Ergebnis der FOMC-Sitzung (die Futures konnten bereits reagieren) nachholen und auf die guten US-Vorgaben und die freundlichen Tendenzen bei an den asiatischen Börsen reagieren. Der Dax nähert sich somit der Marke von 6.000 Punkten und ein Überwinden sollte weitere Käufe nach sich ziehen. Das Jahreshoch (Schlusskurs) ist bei 6.048,30 Punkten Anfang 2010 markiert worden.


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