HSBC T&B – USA: Kein Preisdruck auf der Produzentenseite
In den USA sollten die Produzentenpreise im Februar um 0,3 % gg. Vm. gesunken sein, nach einer Preissteigerung von 1,4 % im Vormonat. Verantwortlich für das Minus in der Preisentwicklung dürften die zum Vormonat niedrigeren Energiepreise sein. Für die Kernrate der Herstellerpreise, in der die preisvolatilen Komponenten Energie und Lebensmittel aus der Berechnung ausgeschlossen werden, rechnen wir im Monatsvergleich mit einem moderaten Plus von 0,3 % gg. Vm., für die Jahresrate ergibt sich ein Plus von 1,0 %. Damit lässt sich seitens der vorgelagerten Preisebene kein Preisdruck
für die am Donnerstag publizierten Konsumentenpreise ausmachen. In Großbritannien wird heute das Sitzungsprotokoll zum Treffen des Monetary Policy Committee (MPC) vom 4. März veröffentlicht. Darin dürfte vermerkt sein, dass die Entscheidung, den Leitzins unverändert bei 0,50 % zu belassen und das Kaufprogramm für Assets nicht weiter auszuweiten, einstimmig erfolgte. Im Fokus des Interesses steht zudem die Einschätzung des Komitees in Bezug auf die Inflationsentwicklung. Die Konsumentenpreise in Großbritannien sind im Januar um satte 3,5 % gg. Vj. gestiegen. Zwar lässt sich ein Teil dieser Teuerung auf die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer um 2,5 Prozentpunkte auf 17,5 % zurückführen, dennoch dürften die Verbraucherpreise auch im Februar über dem Inflationsziel von 2 % liegen. Die Veröffentlichung erfolgt am 23. März. Wir erwarten, dass das MPC in diesem Zusammenhang darauf verweist, dass die Inflationserwartungen bisher nicht spürbar angezogen sind und somit mittelfristig keine Inflationsgefahr besteht.