EXPERTEN |
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12:30 | 06.04.2009
Börsevokabeln: Was versteht man unter Rating bzw. Ratingagenturen?
Die Analysten des Smallcap-Investors haben folgenden interessanten Bericht veröffentlicht:
Unter Rating versteht man die Beurteilung der relativen und absoluten Bonität, also die Kreditwürdigkeit von Staaten, Unternehmen, Personen oder anderen Schuldtiteln.
Aber nicht nur Großkonzerne oder Staaten werden geratet. Auch Fonds, Investmentanlagen und fast jedes Unternehmen wird seit der Eigenkapitalvorschrift Basel II „bewertet“, also einem Rating unterzogen.
In der Regel werden bei Staaten und großen Unternehmen diese Ratings in einer Buchstabenkombination ausgedrückt. Diese beginnen bei AAA (beste Bonität) und enden in der Regel bei D (Zahlungsunfähigkeit). In der Finanzbranche unterscheidet man noch zwischen „Investmentgrade“ und „Non-Investmentgrade oder „spekulativem Grade“. Dabei werden alle Ratings zwischen AAA und BBB dem „Investmentgrade“ zugeordnet und alle anderen dem „Non-Investmentgrade“. Eine genaue Beschreibung, welche Buchstabenkombination was bedeutet, finden Sie in der Tabelle weiter unten.
Drei grosse Agenturen
Auf der internationalen Bühne gibt es drei große Ratingagenturen, welche solche „Einstufungen“ vornehmen – Standard & Poor´s und Moody´s aus den USA und Fitch Ratings aus England. Diese drei Agenturen haben einen Marktanteil von über 90 %.
Lange Zeit genossen die Ratingagenturen einen zweifelsfreien Ruf. In der aktuellen Krise sind diese Agenturen allerdings heftig ins „Kreuzfeuer“ der Kritik geraten. So waren sie nicht unwesentlich daran beteiligt, dass die verbrieften „subprime“ US-Wertpapiere so erfolgreich rund um den Globus verkauft werden konnten.
Für die Erstellung eines Ratings erhalten die Unternehmen Geld von dem zu prüfenden Unternehmen. Diese Vorgehensweise stellt somit einen Interessenskonflikt dar, den immer mehr Experten kritisieren. So hat wenige Tage vor der Insolvenz von „Enron“, dem damals (2002) immerhin siebtgrößten Unternehmen der USA, Standard & Poor´s sein Rating noch bestätigt.
Die Ratingcodes und deren Bedeutung
Quelle: Personal- und Unternehmensberatung Tobias Kafurke – Ratingvorbereitung.de Kurs auf
Ihr Joachim Brunner
Achtung: Joachim Brunner ist Berater des First Junior Zertifikates (WKN LS1JEX) und des Fonds PI global one (WKN 0A0636). Es ist daher möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Fond/Depot bzw. dem dazugehörigen Index befinden.
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Diese Ausgabe wurde am 02.04.2009 an die Smallcap-Investor Premiumabonnenten versendet.
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