EXPERTEN |
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10:14 | 25.03.2008
Bremer Landesbank – Forex Report: Daten aus den USA teilweise besser als erwartet, aber nicht überzeugend!
Der Euro eröffnet heute bei 1.5550, nachdem am Montag Tiefstkurse knapp oberhalb der Marke von 1.5340 markiert wurden. Der USD notiert gegenüber dem JPY aktuell bei 100.20. Höchstkurse wurden zwischenzeitlich bei 101.00 erreicht. „Carry-Trades“ zeigen sich erholt. EUR-JPY stellt sich derzeit auf 155.90, während EUR-CHF sich bei 1.5765 bewegt. Das dünne Geschäft über die Ostertage suggeriert zu Wochenbeginn nahezu eine perfekte Welt:
So manch ein Marktteilnehmer wünscht sich nach diesem Osterfest wahrscheinlich häufiger Ostern, das gilt vor allen Dingen für opportunistisch geprägte Zeitgenossen am Finanzmarkt. Für die Aktionäre von Bear Stearns gab es große Überraschungseier. Nachdem einige kritische Zeitgenossen die Übernahme hinsichtlich der Preisgestaltung kritisch begleiteten, sah sich die Finanzelite bei JP Morgan Chase veranlasst, den Kaufpreis von 2 USD auf 10 USD anzupassen. Was ist schon eine Verfünffachung in der heutigen Welt des Investmentbanking! Hier stellt sich die Frage, wie professionell derartige Übernahmen vorbereitet und umgesetzt werden? Die Frage nach Professionalität wirft die Frage nach der Qualität der Eliten auf. Diese Frage der Qualität der Eliten des Investmentbanking ist nicht nur zulässig, sondern sie muss im Hinblick auf obiges Beispiel aber auch im Hinblick auf die globale Finanzkrise gestellt werden. Ein Hauch wilder Westen begleitet das US-Osterfest. Ich bitte, mir den Sarkasmus bei der Kommentierung obiger Entwicklungen ein wenig nachzusehen. Mir ist bewusst, dass meine hanseatische Erziehung derzeit nicht konform mit dem Zeitgeist ausfällt … Die Daten aus den USA fielen ausgehend vom Donnerstag zum Teil besser als erwartet aus, ohne zu überzeugen:
Heute erwarten wir die Veröffentlichung des S&P Case Shiller Index per Januar. Im Vormonat ergab sich im 20-Städte-Vergleich ein Rückgang auf Jahresbasis um 9,1%. Prognosen sind hier nicht erhältlich. Das US-Verbrauchervertrauen nach Lesart des „Conference Board“ soll per März laut Konsensusprognose von 75,0 auf 73,5 Punkte sinken. Den Abschluss des Datenreigens macht der Richmond Fed Manufacturing Index. Im Vormonat ergab sich ein Anstieg von -8 auf -5 Punkte. Prognosen sind nicht erhältlich. Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das zunächst eine neutrale Haltung in der Parität EURUSD favorisiert. Ein Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1.5470 – 1.5500 dreht den Bias des Euros auf negativ. Ein Überwinden der Widerstandszone bei 1.5640 – 70 impliziert Aufwärtspotential für den Euro. Viel Erfolg! Quelle: Bremer Landesbank
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