EXPERTEN

11:57 | 01.07.2009
Deka Bank – Ist die Bodenbildung bei den US-Häuserpreisen in Sicht?

Der Case Shiller 20 Städte-Index, der die Preise in den wichtigsten US-Metropolen abgreift, fiel im April im Vorjahresvergleich weniger stark als erwartet um 18,1% (Bloomberg-Median: 18,6%). Die monatliche Abwärtsdynamik nahm spürbar ab. Die Preise fielen nur noch um 0,6% im Monatsvergleich (März: -2,2%)

Der in der letzten Woche veröffentlichte FHFA-Verkaufs-Index, der die landesweite Entwicklung abbildet, hatte für den April mit einem Rückgang von 0,1% im Monatsvergleich praktisch eine Stagnation der Hauspreise angezeigt, und bestätigt somit die Hoffnung, dass der Boden an den
Häusermärkten bald gefunden werden wird.

Wir rechnen damit, dass sich die landesweiten Häuserpreise gemessen am FHFA-Index zum Ende dieses Jahres stabilisieren. Die Futures für den Case Shiller 10 Städte-Index zeigen, dass die Marktakteure für die Metropolen noch bis März nächsten Jahres mit sinkenden Hauspreisen rechnen. In den Metropolen sind die Preise in der Boomphase deutlicher angestiegen und haben ein größeres Rückschlagspotenzial aufgebaut. Zusätzlich drückt das Überangebot, welches sich noch durch weiter
steigende Ausfallraten und Zwangsversteigerungen verschärft.


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