13:29 | 19.05.2011
Deka Bank – Japan: Bruttoinlandsprodukt durch Naturkatastrophe stärker belastet als erwartet
Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2011 um 0,9 % gegenüber
dem Vorquartal geschrumpft. Dies ist das zweite Quartal in Folge mit
einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivität. Im technischen Sinn
befindet sich Japan also in einer Rezession.
Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal geht vor allem
auf einen Rückgang der Lagerinvestitionen zurück. Zwar ist auch der
private Konsum gesunken, allerdings dürften die Folgen der
Naturkatastrophe noch stärker die Produktion der Unternehmen
beeinträchtigt haben. Dies ist die Ursache des Lagerabbaus. Die
Belastungen beim Außenhandel und den Anlageinvestitionen sind weniger
gravierend als erwartet. Es ist aber nicht auszuschließen, dass hier für
das zweite Quartal noch Schlimmeres gemeldet wird.
Der Wachstumsausblick hängt von zwei Faktoren entscheidend ab: Wie rasch
kann der Wiederaufbau gelingen und in welchem Ausmaß belasten zu
erwartende Steuererhöhungen.
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