EXPERTEN

9:28 | 19.01.2010
Deka Bank – Volkswirtschaft Währungen Januar 2010

Das an den Devisenmärkten interessanteste Phänomen seit Dezember ist der Wertverlust des Euros gegenüber den meisten bedeutenden Währungen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar. Denn gleichzeitig konnten die US-Aktienmärkte tendenziell weiter zulegen. Und in Zeiten der
Finanzkrise galt bisher: stärkere Aktien, schwächerer Dollar.

Ein wesentlicher Grund für diese neuen Entwicklungen dürften die Sorgen um die Europäische Währungsunion sein, die durch die prekäre Lage des griechischen Staatshaushaltes hervorgerufen wurden. Diese Sorgen sollten auch in den nächsten Monaten noch auf dem Euro lasten. Zusätzlich
rechnen wir mit einem enttäuschend schwachen Jahresstart für die Euroland-Wirtschaft. Auch das sollte sich negativ auf den Außenwert der Gemeinschaftswährung auswirken. Schuld daran sind hauptsächlich auslaufende oder reduzierte Abwrackprämien in u.a. Italien und Frankreich.

Weiterhin bemerkenswert war die jüngste Schwäche des Japanischen Yens. Diese dürfte sich im Gesamtjahr 2010 fortsetzen, weil die Erholung in den übrigen Industrieländern allmählich die Carry-Trade-Funktion des Yens wieder zum Leben erwecken wird. Das scheint der japanischen Politik
nicht unrecht zu sein.


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