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Helaba – Marktkommentar Aktien: Aktienmärkte liefern gemischtes Bild

Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite
DAX 5.595 5.587 / 5.536 5.684 / 5.762 5.520 / 5.665
Euro Stoxx 50 2.721 2.705 / 2.677 2.756 / 2.775 2.675 / 2.765

Sorgen um Griechenland-Downgrade belastet das Sentiment

Britische Notenbank will notfalls mehr Geld in den Markt pumpen (Reuters)

Trotz anfänglicher Kursverluste gelang es sowohl den US-Aktien- als auch den Commodity-Märkten einen Teil der Vortagesgewinne wett zu machen. Zunächst hatten die enttäuschenden New Homes Sales (-11,2 % in der Monat zu Monat Rate) für den Monat Januar auf die Stimmung gedrückt, die Rede von Ben Bernanke und die damit verbundene Aussicht auf länger niedrige Zinsen sorgte im weiteren Verlauf für steigende Aktiennachfrage. Der Dow ging mit einem Plus von 0,89 % bei 10.374 Zählern aus dem Handel. Der Schlusskurs lag nur wenig unter dem Tageshoch. Die an der NYSE gehandelten Umsätze verbesserten sich, im Vergleich mit dem Vortag leicht, nach wie vor muss aber festgestellt werden, dass der 50-Tage-Durchschnitt nicht erreicht wurde. Sehr gute Geschäftszahlen sorgten für einen Kurssprung bei Autodesk (+9,0 %) während H&R Block einen deutlichen Abschlag in Höhe von 12 % hinnehmen mussten. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, dass man die gesetzten Ziele für 2010 nicht erreichen wird. Heute werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Darüber hinaus wird selbstverständlich die Fortsetzung der Anhörung Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des Senats die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Unternehmensseitig stehen die Quartalsberichte von Novell, H.J. Heinz, Gap, Kohls, Newmont Mining, Safeway und Sempra Energy auf der Agenda.

Der deutsche Aktienmarkt stand gestern zunächst unter Abgabedruck, wenngleich dieser im Vergleich mit dem Vortag deutlich moderater ausfiel. Im weiteren Verlauf sorgte nicht zuletzt die freundlichere Tendenz der Wall Street dafür, dass der Dax mit einem leichten Aufschlag von 0,20 % bei 5.616,15 Zählern aus dem Handel ging. Auf Basis der deutlichen Vortagesabschläge kann die Erholungsbewegung als enttäuschend beschrieben werden. Augenscheinlich ist, dass die gehandelten Umsätze bei rückläufigen Kursnotierungen größer geworden sind. Dieser Umstand spricht dafür, dass Sorgen um die Situation Griechenlands und zuletzt wieder aufkommende Konjunktursorgen vom Markt noch nicht vollständig verdaut wurden. Entsprechend hält sich die Kaufbereitschaft, trotz des reduzierten Daxniveaus, derzeit in Grenzen. Eine bedeutende outperformance konnten Fresenius und Fresenius Medical Care vollziehen. Die Unternehmen konnten, trotz der schwierigen Marktbedingungen, ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 vorweisen, was eine erhöhte Dividende nach sich zieht. Aktien der Commerzbank standen hingegen weiter auf den Verkaufszetteln der Anleger. U.a. haben Spekulationen um eine Kapitalerhöhung in diesem Jahr belastet. Heute Morgen haben bereits eine ganze Reihe von Unternehmen Geschäftszahlen präsentiert. Die Allianz verdiente im Jahr 2009 4,3 Mrd. € und verfehlte mit dem Ergebnis leicht die Analystenschätzungen. Positiv ist, dass die Dividende von 3,50 € auf 4,10 € angehoben wird. Eine Prognose für das laufende Jahr wollte der Konzern nicht abgeben. RWE hat angesichts der Wirtschaftskrise seine Gewinnerwartung für die kommenden Jahre gesenkt. Man rechnet nun mit einer jährlichen Steigerungsrate beim Betriebsergebnis am unteren Ende der Bandbreite von 5-10 %. Im abgelaufenen Jahr konnte das betriebliche Ergebnis um 7,09 Mrd. nach 6,80 Mrd. € gesteigert werden. Eine Dividende von 3,50 € wurde in Aussicht gestellt. Der Ergebnisanstieg von BASF konnte die Erwartungen übertreffen. Hingegen sorgten Milliardenabschreibungen dafür, dass der Jahresgewinn bei der Deutschen Telekom eingebrochen ist. Unter charttechnischen Gesichtspunkten wird es heute bzw. in den folgenden Tagen spannend. Zuletzt hatten wir an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, dass auf den heutigen Tag eine sogenannte Fibonacci-Time-Zone fällt. In der klassischen Interpretation wird unterstellt, dass hier bzw. zeitlich angenähert mögliche Wendepunkte im Markt erreicht werden. Ein klares Bild werden wir wohl erst in den kommenden Tagen bekommen. Es bleibt also spannend.

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