EXPERTEN

11:29 | 05.04.2016
Helaba – Marktkommentar Aktien: Aktienmärkte: Sorgenfalten werden wieder größer

Ölpreis, steigender Euro und neue Zinsspekulationen belasten
Das Augenmerk der Marktteilnehmer liegt heute auf den Einkaufsmanagerindizes des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes. Vor allem die US-Zahl (ISM-Serviceindex) steht dabei wohl im Vordergrund, nachdem im Winter zunächst die konjunkturelle Skepsis überwogen hatte und Zinserwartungen gedämpft wurden. Regionale Umfragen im Servicesektor sowie der nationale ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes haben sich zuletzt deutlich gefestigt und insofern sind die Vorgaben für das Dienstleistungsgewerbe durchweg freundlich, ohne dass es aber zu steigenden Zinserwartungen gekommen wäre. Die Äußerungen von Fed-Chefin Yellen und anderer FOMC-Mitglieder waren sehr „dovish” aufgenommen wurden.
Aktienmarkt: Nach anfänglichen Kursverlusten drehte der DAX bereits am Vormittag deutlicher ins Plus. Schlussendlich konnte dieses (+0,28%) aber nur teilweise über die Ziellinie gerettet werden. Als Belastungsfaktoren waren der starke Euro, die nachgebenden Ölpreise und wieder aufkommende US-Zinsspekulationen auszumachen. Letzteres wurde befeuert nachdem der Boston-Fed-Präsident Rosengren sagte, dass die Wahrscheinlichkeit baldiger Zinserhöhungen angesichts der widerstandsfähigen Konjunktur größer sei als dies der Markt erwarte. Auch wirft die in der kommenden Woche beginnende US-Berichtssaison ihre Schatten bereits voraus, da insgesamt mit negativen Überraschungen gerechnet wird. Natürlich spielten auch wieder verschiedene Chartmarken eine zentrale Rolle, dazu gleich mehr. Nachdem längere Zeit das Thema Griechenland aus dem Fokus verschwunden war, wurde diesem gestern verstärkte Aufmerksamkeit zu Teil. Insbesondere die Nachricht, dass sich der IWF gerne aus seinem Griechenland-Engagement zurückziehen wolle, hatte dafür gesorgt. Heute wird der DAX mit Kursabschlägen in den Handel starten. Die Vorgaben von den Überseebörsen fallen recht gedämpft aus.
Charttechnik: Was für eine wichtige Rolle die Median Line (9.835) unseres Price-Range-Channels spielt wurde gestern einmal mehr untermauert. Bemerkenswert ist, dass der DAX den zweiten Tag in Folge auf Schlusskursbasis unter dem Durchschnitt notierte, was die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Test der wichtigen Gann-Linie im Bereich von 9.652 Punkten wieder deutlich größer werden lässt. Dazu passt natürlich auch, dass der übergeordnete Abwärtstrend weiter intakt ist. Deutlich wurde dies zuletzt durch einen Test der 100-Tage-Linie welcher deutlich scheiterte. Insofern gilt es heute, neben der bereits erwähnten Gann-Linie, vor allem den Unterstützungsbereich von 9.791/9.778/9.772 Zählern im Auge zu behalten. Bei den genannten Level handelt es sich um eine Strukturmarke (Pivot-Point bezogen auf die letzte 4-Wochen-Periode), dem 50%-Retracement und dem aktuellen PV-Point. Entsprechend ist mit einer zunehmenden Bewegungsdynamik zu rechnen, sofern der deutsche Leitindex nachhaltig unter die relevanten Marken abrutscht. Weitere Supports finden sich bei 9.735, 9.687, 9.621, 9.596 und 9.523 Punkten.


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