EXPERTEN |
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11:51 | 31.08.2011
Helaba – Marktkommentar Aktien: Aktienmärkte uninspiriert – Vola schwächt sich ab
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite Ölpreis zieht wieder an Erst am Montag wiederholte EZB-Präsident Trichet zwar seine Ansicht, wonach die Inflationserwartungen mittel- und langfristig verankert werden müssten. Die Inflationsgefahren, die bei der EZB-Ratssitzung im August noch herausgestellt wurden, würden aber nun vor dem Hintergrund der Wachstumsverlangsamung erneut eingeschätzt. Am Vormittag stehen daher die vorläufigen Daten zu den europäischen Verbraucherpreisen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Bereits veröffentlichte Inflationswerte in Deutschland, Spanien und Belgien deuten darauf hin, dass die Inflationsrate auf gesamteuropäischer Ebene sinken wird. Die Konsensschätzung eines unveränderten Wertes von 2,5 % erscheint mithin zu hoch. Die von uns seit langem erwartete Pause im EZB-Zinserhöhungszyklus wird immer wahrscheinlicher, wobei Marktteilnehmer inzwischen sogar auf sinkende Leitzinsen setzen. Die am Donnerstag (ISM-Index) und Freitag (US-Arbeitsmarkt-bericht) anstehenden wichtigen Wirtschaftsdaten werfen bereits heute ihre Schatten voraus. Mit dem Chicago-PMI und dem ADP-Report stehen jeweils maßgebliche Indikationen für diese Werte an. Bisher veröffentlichte regionale Industrieumfragen brachten deutliche Einbrüche mit sich. Sollte auch der Chicago-PMI substanziell nachgeben, wäre dies für den ISM-Index sehr negativ zu werten, ein Rückgang deutlich unter die Marke von 50 Punkten zu erwarten. Der Arbeitsmarktdienstleister ADP liefert Hinweise zum Beschäftigungsaufbau im August. Aktienmarkt: Nach einem leicht freundlichen Start ging es für den deutschen Leitindex sukzessive nach unten. Überraschend kam dies jedoch nicht. Bereits die schwachen Umsätze, bei steigenden Kursen am Vortag, deuteten auf ein geringes Aufwärtsmomentum hin. Für einwenig Ernüchterung sorgte die Auktion italienischer Anleihen. Die Überzeichnungsrate fiel lediglich gering aus. Grundsätzliche Zweifel im Hinblick auf die anstehenden Konjunkturdaten trugen ebenfalls zur eingetrübten Stimmung bei. Aussagen von FED-Vertretern (Evans) wie z.B. „die Lage am Arbeitsmarkt entspricht der Situation ein einer Rezession“ (Reuters) verstärkten diesen Eindruck zudem. Schlussendlich musste der Dax einen Abschlag in Höhe von 0,46 % hinnehmen. Bester Wert im Dax war das Papier der Deutschen Lufthansa (+1,87 %), K+S (+1,18 %) und MAN (+0,71 %) folgten. Mehr als zwei Prozent gaben hingegen die Aktien von RWE und E.ON ab. Im M-Dax ragten Praktiker heraus, welche um 11,30 % zulegten. Die führenden US-Indizes notierten knapp im Plus, dies obwohl das Verbrauchervertrauen im August auf 44,5 Punkte (vs. 52,0 in den Schätzungen) zurückgegangen war. Die FOMC-Minutes hatten keinen Einfluss auf den Handel. Der S&P 500 vollzog den fünften Anstieg in den letzten sechs Handelstagen. Damit summiert sich der Gewinn während dieser Zeit auf rund 8 %, wenngleich das August-Minus noch immer 6 % beträgt. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart liefern kaum Impulse so dass mit einem lustlosen Beginn zu rechnen ist. Ein Blick auf den 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich der Index derzeit in einer neutralen Zone befindet, welche auf der Oberseite bei 5.850 und auf der Unterseite bei 5.445 Zählern begrenzt wird. Erst wenn eine der genannten Marken durchbrochen wird, ergibt sich eine klarere Tendenz. |
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