EXPERTEN

11:28 | 04.04.2016
Helaba – Marktkommentar Aktien: Aktienmärkte zwischen Hoffen und Bangen

Ölpreise weiter auf dem Rückzug
Der Arbeitsmarktbericht der USA sowie die Stimmungslage der US-Industrie sprechen einer fortgesetzten Normalisierung der Geldpolitik nicht entgegen. Zwar hat sich Fed-Chefin Yellen in der letzten Woche zurückhaltend geäußert und damit die FOMC-Sitzung Ende April als möglichen Termin für den nächsten Zinsschritt aus dem Spiel gebracht, im Jahresverlauf sind aber geldpolitische Anpassungen vorstellbar. Entsprechende Hinweise könnte es im Protokoll der Fed-Sitzung von Mitte März geben, das am Mittwoch zur Veröffentlichung ansteht. Aufgrund der hohen Datenabhängigkeit der Zinsentscheidungen spielen einfließende Wirtschaftsindikatoren eine große Rolle. Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass es in der Woche nach dem US-Arbeitsmarktbericht häufig nur wenige Kalendereinträge gibt. So auch in dieser Woche. Die heute anstehenden Industrieaufträge haben keinen großen Markteinfluss.
Aktienmarkt:
Bereits in den vergangen Tagen hatte sich gezeigt, dass der DAX nicht über ausreichend Kraft verfügen würde, die massiven Widerstände im Bereich von 10.075/10.090/10.137 Punkten zu überwinden. Insgesamt bemerkenswert war auch, dass der deutsche Aktienmarkt zuvor, trotz des Quartalsendes, keine Dynamik mehr entwickeln konnte. Nahezu folgerichtig geriet der Index unter verstärken Verkaufsdruck. Hinzu kamen neuerliche Konjunktursorgen und teils recht enttäuschende Unternehmensergebnisse. Insofern steht die Frage im Raum, ob dem enttäuschenden ersten Quartal ein weiteres folgenden wird. Der Dow Jones konnte am Freitag moderate Kursgewinne verbuchen, wenngleich die Handelsumsätze zurückgingen. Bemerkenswert war zudem der Fakt, dass die Anzahl fallender Aktien an der NYSE größer war als bei den steigenden Werten. Der DAX wird heute leicht über dem Freitagsschluss in den Handel starten.
Charttechnik: Bingo – nahezu idealtypisch wurde am letzten Handelstag die nach unten laufende Gann-Linie (9.672) einem Test unterzogen. Dadurch wird einmal mehr unterstrichen, welch große Bedeutung von dieser Unterstützung ausgeht. Bemerkenswert ist zudem, dass der Index an die mediane Linie des Price-Range-Channels zurücklief und unterhalb dieser aus dem Handel ging. Auf der positiven Seite kann verbucht werden, dass die 50%-Retracement-Marke (Bezugspunkte bei 10.857 und 8.699) bei 9.778 Punkten verteidigt werden konnte. Insgesamt wird, nicht allein durch die Richtung Süden zeigenden Oszillatoren, deutlich, dass die Abwärtsrisiken nochmals deutlich zugenommen haben. Mit einer Beschleunigung der Abwärtsbewegung ist insbesondere bei einem nachhaltigen Rutsch unter die oben genannte Gann-Linie zu rechnen. Die nächsten relevanten Supports finden sich dann bei 9.621 und 9.524 Zählern.


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