8:31 | 23.04.2009
Helaba – Marktkommentar Aktien: Dax erobert die 4.500er Marke zurück
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Indikation |
Unterstützungen |
Widerstände |
Handelsbreite |
| DAX |
4.555 |
4.420 / 4.347 |
4.642 / 4.688 |
4.450 / 4.620 |
| Euro Stoxx 50 |
2.196 |
2.150 / 2.100 |
2.288 / 2.360 |
2.140 / 2.240 |
Die US-Börsen vollzogen am Mittwoch ein deutliches auf und ab. Schlussendlich wurde der Handel mit einem uneinheitlichen Bild beendet. Der Dow verlor rund 1 %, während die Nasdaq und der Russel 2000 im positiven Bereich schlossen. Einmal mehr gab der Finanzsektor die Richtung vor, Wells Fargo trug mit leicht besser als erwartet ausgefallenen Quartalergebnissen zu einer geringfügigen Stabilisierung bei, während das schlechtere Ergebnis von Morgan Stanley den Sektor in die Minuszone (-3,8 %) abgleiten ließ. Morgan Stanley hatte im Quartal mehr Verlust ver-bucht als dies im Vorfeld erwartet worden war. Zudem wird die Dividende gekürzt. Die beste Performance vollzog der Industrial-Sektor –um 1,1 % ging es nach oben, insbesondere GE zeigte relative Stärke. Mit Interesse werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verfolgt. Zwar liegt die Zahl der Unterstützungssuchenden nach wie vor auf Rezessionsniveau. Positiv zu beurteilen ist aber die Tatsache, dass die Erstanträge in den vergangenen zwei Wochen gesunken sind. Für Aufmerksamkeit sorgen zudem die Eigenheimverkäufe. Nach dem Anstieg im Vormonat sehen wir das Risiko eines erneuten Rückgangs. Darauf weisen beispielsweise erste Verkaufszahlen aus der Region Kalifornien hin. Unter charttechnischen Gesichtspunkten bemerkenswert ist die Tatsache, dass es dem S&P 500 nicht gelungen ist, über der wichtigen 850er Marke und über einem in diesem Bereich verlaufenden Gann-Angel zu schließen. Sollte sich die „Schwäche“ heute fortsetzen, wofür vieles spricht, ist in den nächsten Tagen mit einem Rutsch auf die nächste Unterstützung bei 789 Punkten zu rechnen.
Nach einem volatilen Handelsverlauf schloss der deutsche Aktienmarkt im Plus. Der Leitindex beendete den Handel bei 4.594,42 Punkten (+2,06 %). Damit wird deutlich, dass sich der Dax per Saldo gestern den Negativmeldungen entziehen konnte. Vorübergehend belastet haben die enttäuschenden Quartalszahlen von Morgan Stanley. Das Institut verbuchte im ersten Quartal ein unerwartet hohes Minus von 177 Millionen Dollar. Pro Aktie belief sich das Minus auf 57 Cent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettoverlust von lediglich neun Cent pro Aktie gerechnet. Gegen den Trend konnten die Papiere der Commerzbank zulegen. Die Aktien der zweitgrößten deutschen Bank profitierten von Hoffnungen, dass die Commerzbank im Streit mit der EU-Kommission wohl nur die Eurohypo abspalten muss. Der heutige Handelsstart wird schwächer ausfallen. Insbesondere die Vorgaben der Wall Street werden auf die Stimmung drücken. Hingegen konnte sich der Nikkei in der letzten Handelsstunde über 1 % in die Pluszone vorarbeiten. Von konjunktureller Seite stehen heute die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes der Eurozone und Deutschlands auf dem Programm. Da sich die ZEW-Umfrage und die Umfrage der Banque de France freundlich entwickelt haben, dürften auch die Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor zulegen. Dies wäre der zweite Anstieg in Folge, wodurch Hoffnungen auf eine konjunkturelle Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte geschürt werden. Zusammen mit dem französischen und belgischen Unternehmensvertrauen liefern die Einkaufsmanagerindizes letzte Hinweise auf den ifo-Geschäftsklimaindex, der morgen zur Veröffentlichung ansteht.
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