EXPERTEN |
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11:10 | 16.11.2011
Helaba – Marktkommentar Aktien: DAX: technisches Bild könnte sich eintrüben
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite Aktienmärkte weiter angespannt – Bondmärkte preisen steigende Ausfallrisiken ein Ungeachtet der positiven Wachstumszahlen in Deutschland und Frankreich sowie der politischen Neubeginne in Italien und Griechenland ist die Mehrheit der Marktteilnehmer stark verunsichert und die Risikoaversion entsprechend hoch. Der Euro steht in diesem Umfeld unter Druck und auch die Aktienmärkte zeigen sich geschwächt. Sichere Anlagehäfen wie deutsche Staatsanleihen waren gesucht, während sich die EWU-Spreads deutlich ausweiten. Aktienmarkt: Gleich zu Beginn des Handels verbuchte der Dax Kursverluste, welche sich im weiteren Verlauf noch ausweiteten. Angesichts der herrschenden Verunsicherung unter den Marktteilnehmern kam dieser Rücksetzer nicht überraschend. Zudem trübt sich das charttechnische Bild wieder ein, dazu später mehr. Als Belastungsfaktor hatte sich zunächst das fehlende Vertrauen in die Sparbemühungen verschiedener Euro-Länder erwiesen. Im Zuge dessen, legten die Renditen erneut zu. Die Papiere Frankreichs und Österreichs erreichten den höchsten Stand (für die zehn jährigen Laufzeiten) seit der Euroeinführung. Die steigenden Zinsen und der immer größer werdende Sparzwang drohen die Konjunktur abzuwürgen, so die Meinung an den Märkten. Entsprechend werden die Sorgen um die weiteren Wirtschaftsaussichten größer. Der gestern veröffentlichte ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen deutet darauf hin, dass die Beobachter mit einer konjunkturellen Verlangsamung in Deutschland rechnen. In Griechenland schrumpfte die Wirtschaft im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 5,2 %. Am Nachmittag erholte sich der Dax wieder von seinen Tagestiefstständen, nachdem die US-Einzelhandelsumsätze positiv überraschten Charttechnik: Das Dax-Chartbild, auf Wochenbasis, stellt sich derzeit sehr interessant dar. Zunächst ist bemerkenswert, dass der Index mit der letzten Aufwärtsimpulsbewegung exakt an den 55- Wochen-Durchschnitt und gleichzeitig an ein wichtiges Retracement (6.431) heran gelaufen ist um an dieser massiven Hürde schließlich zu scheitern. Die zuletzt ausgebildeten Abwärtskerzen haben nun eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Vollendung einer negativen Fortsetzungsformation geschaffen, aus welcher sich weiteres, deutliches Abwärtspotenzial herleiten ließe. Auf Basis des übergeordneten, langfristigen Abwärtstrends, dem Dreh im Dynamic Momentum Index und dem weiterhin intakten „short-Modus“ der AD-Linie sollte diese These nicht unterschätzt werden. Es gilt, die nächsten, markanten Unterstützungsmarken zu definieren. Das 50%-Retracement findet sich bei 5.889 Zählern dessen Bruch auf Wochenschlusskursbasis bestätigt werden muss. Eine Fibonacci-Fan-Linie verläuft im Bereich von 5.750 Zählern während das 61,8%-Retracement bei 5.347 Punkten zu finden ist. Letztgenannte Marke stellt das erste Kursziel dar, sofern die Bestätigung für den Bruch der 5.889er Marke erfolgt. Wichtig ist an dieser Stelle auch der Hinweis auf die sukzessive Annäherung des deutschen Leitindex an den sogenannten Fibonacci-Zeitzonen-Cluster (senkrechte, blaue und grüne Linie). In der Regel kommt es in der Nähe dieser Marken sehr häufig zu richtungsweisenden Markt-Punkten. Die relevanten Kursziele sind definiert. Nun gilt es, den Wochenschlusskurs, für eine höhere Prognose-Sicherheit, abzuwarten. |
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