EXPERTEN

9:20 | 03.12.2009
Helaba – Marktkommentar Aktien: Dax und Dow treten auf der Stelle
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite
DAX 5.828 5.719 /  5.695 5.840 / 5.920 5.750 /  5.880
Euro Stoxx 50 2.901 2.840 /  2.812 2.887 / 2.910 2.860 /  2.945

Tokio: Nikkei legt heute deutlich zu – Schwächerer Yen hilft Exportwerten

Die US-Börsen traten gestern mehr oder weniger auf der Stelle. Im frühen Geschäft gelang es dem S&P 500, ein neues Jahreshoch auf intraday-Basis auszubilden, diese Gewinne konnten aber nicht gehalten werden. U.a. war ein wieder schwächer werdender US-Dollar dafür verantwortlich. Lediglich der marktbreite Russel 2000-Index (+1,17 %) konnte eine bessere Performance vorweisen. Allerdings muss auch hier angemerkt werden, dass es nicht gelungen ist, die charttechnisch wichtige Marke von 600 Punkten zu überwinden. Die Nasdaq (+0,2 %) profitierte von Kursgewinnen der Amazon-Aktie. Unter den einzelnen Sektoren legte Utilities (+´1,3 %) am deutlichsten zu. Hingegen verbuchte der Bereich Energy (-0,8 %) die größten Abschläge.  Der Ölpreis musste am Mittwoch, nach Vorlage robuster Lagerdaten, deutlich Federn lassen. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl mit Lieferung im Januar ging um 2,2 % zurück. Im Fokus standen US-Fluggesellschaften. Die Investmentbank Morgan Stanley hob ihre Einschätzung für den Sektor von „in line“ auf „attractive“. Beachtung fand auch das US-Book. Wie es hieß, hat sich das wirtschaftliche Umfeld seit Ende Oktober moderat verbessert. Der Arbeitsmarkt bleibt schwach, jedoch wurden Anzeichen einer Stabilisierung ausgemacht. Die Umsätze an der NYSE fielen mit 1,03 Mrd. Aktien erneut schwächer aus. In der Regel steigt die Wahrscheinlichkeit für eine bedeutende Kursbewegung immer dann, wenn die Volatilitäten einige Zeit gering ausfielen. Auch wenn sich die Märkte zuletzt eher moderat entwickelt haben, bleibt es dennoch spannend.

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich bereits im frühen Geschäft uninspiriert. In der Folge änderte sich daran kaum etwas, so dass der Dax mehr oder weniger um seinen Vortagesschluss pendelte.  Die Verliererliste wurde über Europa hinweg von Bankaktien angeführt. Im Dax gab das Commerzbank-Papier (-3,84 %) am deutlichsten nach. Daneben standen auch SAP, VW und die Deutsche Börse auf den Verkaufszetteln. Letztgenannte verloren 2,29 % nachdem bekannt geworden war, dass die Handelsumsätze im November deutlich eingebrochen sind. BASF, Bayer und die Deutsche Lufthansa führten hingegen die Gewinnerliste an. Im M-Dax waren vor allem Gildemeister gesucht, 4 % ging es für die Aktie nach oben. Ohne Impulse für den Aktienmarkt blieb auch der ADP-Beschäftigungsreport. Zwar hatte sich der Stellenabbau im abgelaufenen Monat verlangsamt, jedoch war man im Vorfeld von einer deutlicheren Erholung ausgegangen. Eine Tendenz für den Arbeitsmarktbericht, welcher am Freitag veröffentlicht wird, wollte man gestern aber nicht ableiten. Heute Morgen hat bereits Siemens Jahreszahlen veröffentlicht. Ein überraschender Milliarden-Verlust im Schlussquartal (bedingt durch auf eine Abschreibung der Gemeinschaftsfirma Nokia Siemens Networks in Höhe von 1,6 Mrd. €) sorgte dafür, dass der Konzern nun für 2009/2010 mit einem operativen Gewinnrückgang rechnet. Um 9:00 Uhr werden die Verkehrszahlen von British Airways veröffentlicht. Sicherlich wird auch der Kurs der Lufthansa darauf reagieren. Darüber hinaus wird die heutige Sitzung der EZB und die anschließende Pressekonferenz (14:30 Uhr) die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gleiches gilt auch für die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und dem US-ISM-Index für Dienstleistungen.


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