EXPERTEN

11:07 | 31.03.2016
Helaba – Marktkommentar Aktien: Dow Jones und S&P 500 erreichen neue Jahreshochs

Geldpolitik sorgt für steigende Kurse
Heute liefern die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Chicago-PMI letzte Indikationen für
den US-Arbeitsmarktbericht und den ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes. Die Vorgaben für
beide Datenschwergewichte sind sehr positiv. Die bis jetzt veröffentlichten regionalen Fed-
Umfragen legten zum Teil überraschend deutlich zu. Sollte es nun auch beim Chicago-PMI eine
Erholung geben, würde die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs des ISM-Industrieindexes in den
Expansionsbereich weiter steigen. Zudem lassen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit Niveaus
deutlich unterhalb von 300 Tsd. auf einen anhaltend robusten Stellenaufbau schließen – ebenso
wie der gestrige ADP-Report. Insofern sprechen sowohl der Arbeitsmarktbericht als auch der ISMIndex
einer weiteren Leitzinserhöhung nicht entgegen. Ob sich allerdings die Zinsfantasien deutlich
beleben werden, ist fraglich.
Aktienmarkt: Die Hoffnung, dass die US-Zinsen langsamer als bisher unterstellt angehoben werden
könnten sorgte für Rückenwind an den Aktienmärkten. Allerdings drängt sich in diesem Zusammenhang
die Frage auf, warum der DAX-Future nicht bereits am Vortagesabend deutlicher
anzog. Unter dem Strich konnten die Aktienmärkte rund um den Globus dank der taubenhaften
Aussagen von FED-Chefin Yellen Gewinne verbuchen. An der Wall Street wurden neue Jahreshochs
markiert, wenngleich von unbegrenztem Optimismus keine Rede sein konnte. Einerseits
drückte der wieder schwächere Ölpreis auf das Sentiment und andererseits scheinen die Marktteilnehmer
verstärkt auf die Ursachen für die zögerliche Haltung der FED zu achten. Denn Frau Yellen hat mit Blick auf die Entwicklung der Weltkonjunktur das Wort „Besorgnis erregend“ benutzt. Bemerkenswert ist zudem, dass die Liste von Unternehmen, welche Stellenstreichungen verkünden (z.B. sollen bei Boeing 8.000 Arbeitsplätze wegfallen)immer länger wird. Der DAX wird heute etwas schwächer in den Handel starten.
Charttechnik: Wie bei einem Wunschkonzert wurde auch gestern wieder exakt die nach oben
laufende Gann-Linie getroffen. Die Tatsache, dass der deutsche Leitindex im Anschluss wieder
Federn lassen musste unterstreicht, wie wichtig und nachhaltig der von dieser Linie ausgehende Widerstand ist. Hinzu kommt, dass das neue Impulshoch von einer negativen Divergenz bei den Oszillatoren begleitet
wurde und der DAX wieder nahezu in den Price-Range Channel zurückkehrte. Insofern kann das Fazit lauten, dass sich der Aktienmarkt auf dem erreichten Niveau noch wohlfühlt, jedoch die Kraft zu fehlen scheint,
um in neue Höhen vorzudringen. Dies gilt umso mehr wenn man weiß, dass zudem der Ausbruch über das 50%-Retracement (10.075) bereits mehrfach gescheitert ist.


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