EXPERTEN |
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11:20 | 31.01.2012
Helaba – Marktkommentar Aktien: EU-Gipfel: EU-Staats- und Regierungschefs verständigen sich auf den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM – Sparkommissar für Athen kein Thema mehr
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite Aktienmärkte lassen sich nicht aus der Ruhe bringen Der mit Spannung erwartete EU-Gipfel wurde ohne größere Überraschungen beendet. Die Staatsund Regierungschefs haben den sogenannten Fiskalpakt beschlossen, das heißt, alle EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens und Tschechiens akzeptieren die Schuldenbremse sowie Sanktionsmechanismen. Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen, nämlich dann, sollten ungewöhnliche Umstände vorliegen. Zudem wurden Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur besprochen, wie Förderungen des Mittelstands und Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit. Mit dem Ende des EU-Gipfels fällt ein Unsicherheitsfaktor weg, das Ereignisrisiko bleibt aber vor dem Hintergrund der ungelösten Probleme in Griechenland hoch. Von konjunktureller Seite gibt es heute keinen Grund für einen Anstieg der Risikoaversion. Sowohl in den USA als auch in Deutschland stehen robuste Konjunkturzahlen auf dem Programm. Im Vorfeld des ISM-Indexes des Verarbeitenden Gewerbes (Veröffentlichung Mittwoch) liefert der Chicago-PMI nochmals einen wichtigen Hinweis. Bisherige regionale Stimmungstests deuten auf einen erneut verbesserten ISM-Index hin.Nur ein regelrechter Einbruch des Chicago-PMIs – wovon wir nicht ausgehen – würde diese positive Erwartungshaltung wohl noch konterkarieren. Des Weiteren steht das Verbrauchervertrauen des Conference Boards im Kalender. Eine weitere Aufhellung ist zu erwarten, positives Überraschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung sehen wir aber nicht. In Deutschland stellt sich die Frage, ob die sehr gute Beschäftigungsentwicklung der letzten Quartale fortgesetzt werden kann, oder ob die verringerte Wachstumsdynamik des zweiten Halbjahres 2011 bereits negative Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit deutet aktuell noch nicht auf eine Trendwende hin. Im Januar lag der Indexwert bei 181 Punkten und damit auf einem neuen Höchststand. Aktienmärkte: Angesichts schwacher Vorgaben von den Übersee-Börsen und der weiterhin ungeklärten „Griechenland-Frage“ (in Sachen Schuldenschnitt konnte noch immer kein Ergebnis gefunden werden, dies gilt aber als Voraussetzung für weitere Hilfskredite, über deren Höhe noch spekuliert werden darf) und dem Krisengipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel hielten sich die Anleger zu Wochenbeginn bedeckt. Während zuletzt hauptsächlich über Griechenland diskutiert wurde, geriet Portugal ein wenig aus dem Fokus. Dass die Blicke auch auf dieses Land gerichtet sein sollten zeigt die Tatsache, dass die Risikoaufschläge für die zehnjährigen, portugiesischen Staatsanleihen auf über 1.500 Basispunkte – dem höchsten Stand seit der Euro-Einführung – kletterten. Aussagen wie die vom spanischen Ministerpräsidenten Rajoy, dass man das Wachstumsziel 2012 verfehlen wird, trugen ebenfalls zum kurzfristig angespannten Stimmungsbild bei. |
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