EXPERTEN |
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8:42 | 03.08.2009
Helaba – Marktkommentar Aktien: Merck, Volkswagen/Porsche, E.ON, Lufthansa/AUA, Daimler/Renault, Tognum, Continental/Schaeffler, Phoenix Solar, Linde, Metro
Merck : Der Pharma- und Chemiekonzern hat am Wochenende im Kampf um die Zulassung seines Kassenschlagers “Erbitux” bei nicht kleinzelligem Lungenkrebs erneut nachgelegt. Das Unternehmen veröffentlichte eine sogenannte Metaanalyse von vier Studien, die den angeblichen Nutzen eines Einsatzes des Medikaments in Verbindung mit einer platinbasierten Standardchemotherapie zeigten. (dpa-AFX) Volkswagen/ Porsche : Die hohe Schuldenlast von Porsche könnte einem Bericht zufolge die Eigentums-verhältnisse beim künftigen VW-Porsche-Konzern verschieben. Die hohe Verschuldung drücke den Wert des Sportwagenbauers und dürfte daher dazu führen, dass die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch nicht wie erwartet rund die Hälfte am neuen Autokonzern halten werden, sondern wohl nur 40 Prozent, berichtet die “Wirtschaftswoche”. Dadurch erhöhten sich die Chancen von Niedersachsens Ministerpräsident Wulff, eine Mehrheit der Porsche-Familien bei Volkswagen zu verhindern. (reuters.com) E.ON : Eon-Chef Wulf Bernotat will bis zum Vertragsende im Mai nächsten Jahres die Geschicke des Versorgers leiten. “Ich werde mein Amt am 6. Mai, dem Tag der Hauptversammlung, übergeben”, sagte Bernotat dem “Focus”. Er wies damit aktuelle Spekulationen über einen frühzeitigen Abschied von der Konzernspitze zurück. Als heißer Kandidat für die Nachfolge Bernotats gilt Eon-Vizechef Johannes Teyssen. (n-tv.de) Lufthansa/ AUA : Nach wochenlangen Verhandlungen haben die EU-Wettbewerbshütern in Brüssel grünes Licht für die Übernahme von Austrian Airlines durch die deutsche Kranich-Airline signalisiert. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes teilte am Freitagabend mit, sie werde eine Genehmigung des Zusammenschlusses vorschlagen. “Nach Gesprächen über die Ergebnisse des dieswöchigen Markttests, hat Lufthansa neue Zugeständnisse gemacht, um die Wettbewerbsbedenken in diesem Fall auszuräumen”, begründete Kroes ihre Entscheidung. Diese werde nun einem Beratungsgremium vorgelegt, um zu einer finalen Entscheidung zu gelangen. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sagte, er begrüße die nunmehr positiven Signale aus Brüssel und setze auf eine baldige formale Freigabe. Nach Vollzug des öffentlichen Übernahmeangebots wolle Lufthansa die AUA-Kleinaktionäre zwangsweise abfinden. (REUTERS) Daimler/ Renault : Bei der Suche nach einem Partner für einen neuen Smart ist der Daimler-Autokonzern nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” fündig geworden. Das Stuttgarter Unternehmen wolle gemeinsam mit Renault einen neuen viersitzigen Kleinwagen entwickeln und produzieren, schreibt das Nachrichtenmagazin in einer Vorausmeldung. Daimler wollte den Bericht nicht kommentieren. (derstandard.at) Tognum : Der Dieselmotorenbauer will 2009 eine Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen (EBIT) von rund acht Prozent schaffen. Das sagte Vorstandschef Heuer der “Wirtschaftswoche” und bestätigte damit frühere Prognosen, nach denen Tognum einen Marge im “oberen einstelligen Bereich” erreichen werde. “Mittelfristig werden wir durchschnittlich wieder eine deutlich zweistellige Umsatzrendite haben”, sagte Heuer. Er bestätigte auch die Umsatzprognose, wonach es 2009 einen Rückgang zwischen 10 und 20 Prozent geben werde. ” (dpa-AFX) Continental/ Schaeffler : Continental-Chef Karl-Thomas Neumann hat den Machtkampf mit Großaktionär Schaeffler verloren und soll in Kürze durch einen Vertreter des fränkischen Familienunternehmens ersetzt werden. Der in der Führung von Großkonzernen unerfahrene Schaeffler-Manager Elmar Degenhart soll bei einer Aufsichtsratssitzung am 12. August an der Conti-Spitze installiert werden, wie mehrere Aufsichtsräte Reuters am Freitag sagten. Den Plan, dem unter hohen Schulden ächzenden Autozulieferer durch eine Kapitalerhöhung Luft zu verschaffen, setzte Neumann aber noch durch: Conti will neue Aktien für bis zu 1,5 Milliarden Euro verkaufen. Zudem will der Konzern angesichts einer Mitte 2010 fällig werdenden Kredittranche über 3,5 Milliarden Euro neue Darlehensverhandlungen mit den Banken aufnehmen. Eine sofortige Absetzung Neumanns verhinderte die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat. Sie vereitelte auch den Plan der Franken, sofort einen Nachfolger für den Conti-Manager einzusetzen und den Beschluss über die Kapitalerhöhung zu vertagen, die zu den größten in diesem Jahr in Deutschland zählt und den Anteil der Franken an Conti auf 66 von 90 Prozent verwässern dürfte. (REUTERS) Phoenix Solar : Das Photovoltaik-Unternehmen sieht erste zaghafte Anzeichen für ein Ende des Preisrutsches. “Wir hören, dass die Preise für Silizium und Wafer stabil sind, zum Teil sogar anziehen”, sagte Unternehmenschef Hänel “Euro am Sonntag”. “Wir wissen, dass die Kapazitätsauslastungen vieler Modulhersteller wieder recht gut sind. Und die Nachfrage steigt.” Allerdings könne niemand sagen, ob nicht noch ein Preisrutsch komme, betonte Hänel. (dpa-AFX) Linde : Der Industriegasespezialist hat im zweiten Quartal angesichts der Wirtschaftskrise weniger Gewinn erzielt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank binnen Jahresfrist um 13,7 Prozent auf 566 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte. Damit lag Linde einen Tick über den Schätzungen von Analysten, die im Schnitt ein ope-ratives Ergebnis von 563 Millionen Euro erwartet hatten. Linde setzte im Zeitraum April bis Juni 2,781 Milliarden Euro um, ein Minus von 16,7 Prozent binnen Jahres-frist. Für das Gesamtjahr geht Linde nun von einem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis aus. “Sollte sich die konjunkturelle Belebung allerdings weiter stabilisieren, rechnen wir im zweiten Halbjahr 2009 mit einer besseren Geschäftsentwick-lung als in den ersten sechs Monaten”, erklärte Linde-Chef Wolfgang Reitzle. Im Gasegeschäft gebe es erste Anzeichen für eine leichte Erholung der Nachfrage. (Reuters) Metro : Der Düsseldorfer Handelsriese hat im zweiten Quartal erneut Währungsschwan-kungen zu spüren bekommen. Wie der Konzern am Montag in Düsseldorf mitteilte, ging der Umsatz von April bis Juni um 3,8 Prozent auf 15,34 Milliarden Euro zu-rück, allein in Osteuropa um 13 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte blieben die Erlöse stabil. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und Sonderfaktoren sank um 20 Millionen Euro auf 307 Millionen Euro. Für das laufende Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm fielen 68 Millionen Euro an. Nach Anteilen Dritter wies Metro einen Gewinn von 48 Millionen Euro nach einem Verlust von 453 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus. Auf eine konkrete Prognose für das laufende Jahr verzichtete der Konzern abermals. Von Reuters befragte Analysten hatten für das zweite Quartal im Durchschnitt mit einem Umsatz von 15,5 Milliarden Euro, einem Ebit vor Sonderfaktoren von 297 Millionen Euro und einem Nettoer-gebnis von 83 Millionen Euro gerechnet. (REUTERS) |
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