EXPERTEN

14:56 | 24.03.2016
Helaba – Marktkommentar Aktien: Öl wieder verstärkt im Rückwärtsgang

Aktienmärkten macht Höhenluft zunehmend zu schaffen
Das geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank ist im hohen Maße von der Entwicklung der Datenlage abhängig. Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftszahlen haben mehrheitlich positiv überrascht. Vor allem regionale Stimmungsindikatoren konnten kräftige Anstiege verbuchen. Sie lassen auf einen Sprung des ISM-Industrieindexes in positives Terrain schließen. In diesem Zusammenhang sei auf den Kansas-City-Fed-Index verwiesen, der heute auf dem Programm steht und eine weitere Indikation für den ISM liefert. Der Arbeitsmarkt ist ebenfalls robust und die auf niedrigem Niveau liegenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sprechen für einen fortgesetzten Stellenaufbau. Die Wachstumshoffnungen werden heute aber mit den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter auf die Probe gestellt. Der Flugzeughersteller Boeing hat für Februar lediglich zwei Bestellungen gemeldet, sodass ein deutliches Minus der Gesamtaufträge droht.
Aktienmarkt: Auch ohne eine nennenswerte Änderung der Rahmenbedingungen setzte der DAX seinen Aufwärtsimpuls gestern zunächst fort um schließlich an der enorm wichtigen 50%-Fibonacci-Marke sowie einer Gann-Linie im Bereich von 10.063/10.075 Zählern zu scheitern. Unter dem Strich konnte ein moderates Plus in Höhe von 0,33 % auf 10.022 Punkte verbucht werden. Insgesamt drängt sich ein wenig der Eindruck auf, als würde dem DAX etwas die Luft ausgehen. Bedenkt man, dass der Index seit dem Tief am 11.02. in der Spitze über 15 Prozent zulegen konnte, sollte dies nicht überraschen.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich an den US-Börsen ab, auch dort konnten die führenden Indizes ausgehend vom letzten Tief, rund 12 Prozent klettern. Hinzu kommt, dass sich der Dow in einer extrem überkauften Situation befindet. Um eine ähnlich gelagerte Konstellation zu finden, muss man lange Zeit zurückschauen. Der DAX wird heute schwächer in den Handel starten. Bereits gestern fielen die Handelsumsätze relativ gering aus, dies wird sich heute wohl fortsetzen.
Charttechnik: Wie oben bereits erwähnt, ist der DAX gestern zum wiederholten Male am sehr wichtigen 50%-Retracement und zudem an einer immens wichtigen Gann-Linie gescheitert. Immer wieder interessant ist es zu sehen, welch große Bedeutung Widerstände haben, welche insbesondere von der Marktstruktur abgeleitet werden. Damit ist ein drohender Wendepunkt, vor allem im Kontext mit den mehrfach an dieser Stelle beschriebenen markanten Zeitprojektionen noch nicht vom Tisch. Dies gilt umso mehr, solange der Index nicht in der Lage ist, die 200-Tage-Linie (10.398) zurückzuerobern. Der genannten Durchschnittslinie kommt statistisch gesehen die größte Bedeutung unter den „normalen” gleitenden Durchschnitten zu, darüber hinaus wird von dieser auch eine Aussage über den langfristigen Trend abgeleitet und dieser ist folglich noch immer negativ. Unterstützungen finden sich heute bei 9.875 und 9.816 Zählern.


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