EXPERTEN

11:51 | 23.06.2014
Helaba – Marktkommentar Aktien: Siemens verliert das Pokern im Alstom

Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite
DAX 10.001 9.880 / 9.810 10.050/10.136 9.900 /10.060
EuroStoxx 50 3.315 3.290 / 3.224 3.325/ 3.369 3.270 / 3.360
Aktienmärkte: Krisen und Konjunkturdaten im Blick
Die neue Handelswoche wird datenseitig dominiert von Stimmungsindikatoren der Eurozone. Den Auftakt geben die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes im Industrie- und im Dienstleistungssektor. Die Konsensschätzungen sind per saldo als robust einzustufen, wobei die monatlichen Veränderungsraten auch vom Niveau abhängig gemacht werden. So wird in Frankreich mit leichten Verbesserungen gerechnet, während in Deutschland eine Konsolidierung auf dem erhöhten Niveau realistisch erscheint – das gilt insbesondere für den Service-PMI. Auf Ebene der Eurozone dürften die Niveaus in etwa gehalten werden. Ähnliches gilt auch für den in Deutschland am meisten beachteten Konjunkturindikator, den ifo-Geschäftsklimaindex. Die Vorgaben sind per saldo robust. Die ZEW-Umfrage zeigte zwar eine etwas schwächer als erwartet ausgefallene Erwartungskomponente, der Saldo der Lagebeurteilungen aber stieg deutlich an, sodass sich der Mittelwert aus beiden Umfragen leicht erhöht hat. Da auch der ifo-Geschäftsklimaindex aus Erwartungen und Lagebeurteilungen zusammengesetzt wird, sollte dieser sein aktuelles Niveau halten können. Eine mögliche Eintrübung der Geschäftserwartungen sollte durch eine starke Geschäftslage kompensiert werden. Im Hinblick auf das ebenfalls in dieser Woche anstehende Wirtschaftsvertrauen der Eurozone liefert das Verbrauchervertrauen eine freundliche Indikation. Sollten die Stimmungsindikatoren der Unternehmen wie oben beschrieben von Stabilität gekennzeichnet sein, dürfte auch das Economic Sentiment entsprechend robust ausfallen. Generelle Wachstumszweifel sind bezüglich der Euro-Konjunktur unangemessen. In den USA richtet sich der Blick auf den Immobilienmarkt. Die Signale für den Eigenheimverkauf sind gemischt. Während in Kalifornien nach einem deutlichen Anstieg im April die Zahl der verkauften Häuser im Mai nachgab, ist das Plus bei den schwebenden Hausverkäufen auf nationaler Ebene ein Hinweis auf eine nochmalige Verbesserung der Aktivitäten. Positives Überraschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung scheint aber nicht zu bestehen. Im Verlauf der Woche werden die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter für Aufmerksamkeit sorgen. Ein Rücksetzer scheint möglich, denn Boeing meldet einen verringerten Ordereingang, sodass gegenüber dem Konsens eine Enttäuschung möglich ist.
Aktienmärkte: Die Aktienmärkte bewegen sich zwischen Hoffen und Bangen. Auf der einen Seite belasten die Krisen in der Ukraine und dem Irak, auf der anderen Seite sorgen die sonstigen Rahmen dafür, dass sich die Börsen weiterhin auf sehr hohem Niveau etablieren. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine freundliche Eröffnung des Dax hin. Wieviel diese Kursgewinne wert sein werden, muss sich im weiteren Verlauf zeigen, da nach dem großen Verfalltermin sicherlich einige Positionsbereinigungen vorgenommen werden. Eine Reihe von Konjunkturdaten-Veröffentlichungen wird die Richtung für die kommenden Tage vorgeben.
Charttechnik: Unter charttechnischen Gesichtspunkten könnte eine spannende Zeit beginnen, denn die beim Dax laufende, große Konsolidierung könnte in Kürze aufgelöst werden. Hintergrund für diese Annahme ist die Tatsache, dass derartige Formationen in der Regel nach 21-29 Kerzen beendet werden, der heutige Handelstag stellt die Kerze Nummer 21 dar. Darüber hinaus liefert der ausgeprägte Docht an der Kerze vom Freitag einen Hinweis darauf, dass die Kraft fehlt, um einen nachhaltigen Schub auf der Oberseite zu etablieren. Somit gilt es insbesondere die Unterstützung im Bereich von 9.980 Zählern im Auge zu behalten.


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