EXPERTEN

11:49 | 01.02.2012
Helaba – Marktkommentar Aktien: USA: Prognose für das Haushaltsdefizit 2012 angehoben

Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite
DAX 6.484 6.433 / 6.408 6.527 / 6.563 6.380 / 6.570
EuroStoxx 50 2.428 2.386 / 2.350 2.445 / 2.459 2.390 / 2.470

Dax: freundlicher Start in den neuen Monat erwartet
Gold erreicht neues 7-Wochen-Hoch

Die Finanzmärkte haben sich nach dem EU-Gipfel zwar leicht beruhigt, die Unsicherheit bleibt aber hoch. So gibt es in Griechenland noch immer keine Einigung mit den Gläubigern bezüglich des Schuldenschnitts. Auch Portugal sorgt für eine unruhige Grundstimmung, denn trotz ständiger Dementi halten sich Gerüchte, wonach das Land weitere Finanzhilfen benötigt und letztlich den gleichen Weg bestreiten wird wie Griechenland.
Während die Schuldenkrise für Unruhe sorgt und das Ereignisrisiko hoch ist, zeichnet das konjunkturelle Umfeld ein vergleichsweise freundliches Bild. Heute ist der Tag der Einkaufsmanager. In der Eurozone, in Großbritannien und den USA stehen die Stimmungsindikatoren der Industrie zur Veröffentlichung an. Während es sich bei den Zahlen in Europa um endgültige Werte handelt, liegt der Fokus eindeutig auf den anstehenden Daten in den USA. Ohnehin genießt der ISM-Index weltweit eine hohe Beachtung. Die zuletzt gestiegenen Werte sind positiv zu beurteilen.
Von hohem Interesse ist auch die Beschäftigungskomponente des ISM-Indexes, denn diese liefert, zusammen mit dem ADP-Beschäftigungsreport, eine wichtige Indikation für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag auf der Agenda steht. Auch hier stimmen die bisherigen Vorgaben optimistisch, sodass Erwartungen über ein weiteres Konjunkturprogramm der US-Notenbank weiter verdrängt werden dürften – unabhängig davon, dass die Tür für derartige Maßnahmen vonseiten der Währungshüter auch zukünftig offengehalten wird.

Aktienmärkte: Die Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag, nach dem Vortagesverlust, erholt. Dieser Umstand zeigt, dass die Märkte über eine hohe, relative Stärke verfügen und darüber hinaus eine gewisse Art von „Anlagenotstand“ vorhanden ist. Es ist davon auszugehen, dass viele Investoren den deutlichen Anstieg seit Ende Dezember schlichtweg verpasst haben und bei kleineren Kurskorrekturen zugreifen. Die These von der „relativen Stärke“ wird auch von Einzelaktien untermauert, wie z.B. von SAP, welche in der Nähe des Kursniveaus des Jahres 2006 notieren. Natürlich vergeht kein Tag, an welchem das Thema Griechenland unerwähnt bleibt. So auch gestern, einmal mehr machten sich Hoffnungen breit, dass es bald zu einer Lösung zwischen dem Land und den Privatgläubigern kommen wird, was dem Dax auf die Sprünge half. Kurzfristig positiv stimmt auch die Tatsache, dass derzeit viele Anleger auf ein Ende der Dax-Rally setzten. Auch der Verlauf des EU-Gipfels wurde positiv bewertet. Am Nachmittag sorgten die unter den Erwartungen liegenden US-Konjunkturdaten für etwas Ernüchterung. Die Stimmung der US-Konsumenten ist wieder etwas verhaltener geworden – trotz der fortgeschrittenen Erholung am Arbeitsmarkt. Damit bleiben die Umfragewerte im historischen Vergleich weiterhin auf tiefem Niveau. Zudem sorgte der Einkaufsmanager-Index aus Chicago für Enttäuschung. Heute Morgen deutet vieles darauf hin, dass wir, vor allem auf Basis der „Übersee-Vorgaben“ einen freundlichen Handelsstart sehen werden. Nicht zuletzt tragen positive Konjunkturdaten aus China dazu bei. Der Widerstand von 6.527 Zählern für den Dax wird heute erneut eine wichtige Rolle spielen. Darüber findet sich bei 6.563 Punkten eine weitere „Hürde“. Auf der Unterseite finden sich Supports bei 6.450 und 6.408 Zählern. In den USA setzt sich die Quartalsberichtssaison heute, u.a. mit den Zahlen von BMC Software (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,82 $ gerechnet, während die Flüsterschätzungen von 0,87 $ ausgehen), Aetna (0,98 vs. 0,96), JDS Uniphase (0,10 vs. – 0,00) und Qualcomm (0,90 vs. 0.94)


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