EXPERTEN |
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9:42 | 03.02.2012
Helaba – Marktkommentar Aktien: Warten auf US-Arbeitsmarktbericht
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite Aktienmärkte weiter mit Rückenwind Vor dem Hintergrund der zuletzt von der US-Notenbank wiederholten Einschätzung, wonach der Abbau der Arbeitslosigkeit zu langsam vonstattengeht, liegt das Interesse heute vor allem auf dem US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Januar. Die Indikationen sind überwiegend freundlich, wenngleich ein im Vergleich zum Dezember beschleunigter Beschäftigungsaufbau nicht zu erwarten ist. So zeigte der ADP-Report einen Stellenzuwachs der Privatwirtschaft von 170 Tsd. und auch der rückläufige Trend der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutet einen anhaltenden Aufbau von Arbeitsplätzen an. Größeres Überraschungspotenzial gegenüber der Konsensschätzung machen wir nicht aus. Hohe Aufmerksamkeit dürfte aber auch der Arbeitslosenquote zuteilwerden. In den letzten Monaten ist diese auf 8,5 % gesunken und hat dadurch das Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung gestärkt. Angesichts des dynamischen Rückgangs der Quote – noch im Augst 2011 wurde ein Niveau von 9,1 gemeldet – kann zwar eine Gegenbewegung nicht ausgeschlossen werden. Der Trend zu einer niedrigeren Arbeitslosigkeit ist intakt. Nicht nur die Quote der versicherten Erwerbspersonen liefert mittelfristig eine positive Indikation, auch die Einstellungsabsichten der mittelständischen Wirtschaft signalisieren eine weitere Entspannung im Verlauf der nächsten Monate. Aktienmärkte: Der Dax setzte auch gestern seine Aufwärtsbewegung fort, wenngleich das Momentum ein wenig nachgelassen hat. Bedenkt man, dass sich die Kursgewinne der letzten Zeit auf ein stattliches Ausmaß summiert haben, ist dies normal und nicht verwunderlich. Die Aussage des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao, dass sein Land eine größere Beteiligung am EFSF und ESM prüfe, half dem Gesamtmarkt etwas. Gleiches galt auch für die guten US-Job-Daten. Auf der anderen Seite drückte die Frage, ob Portugal möglicherweise zu einem zweiten Griechenland werden könnte, auf das Sentiment. Die etwas nachlassende Bewegungsdynamik war nicht zuletzt der schwächeren Verfassung der Deutsche Bank-Aktie geschuldet, welche um 0,43 % nachgab. Die Bank hatte im vierten Quartal einen Verlust ausgewiesen. Auf der anderen Seite verbuchte das Papier der Deutschen Börse einen deutlichen Anstieg von 4,02 %. Positive Analystenkommentare, nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE, waren dafür ursächlich. |
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