EXPERTEN

11:49 | 04.08.2015
Helaba – Marktkommentar Renten: Trading – Range: 153.53– 155.44, Tendenz: freundlich

Durchweg positive Umfragen bei den Einkaufsmanagern des verarbeitenden Gewerbes in Frankreich,
Deutschland und Italien hübschen das Ergebnis für die Eurozone nochmals auf. Nur die etwas
schwächeren Werte in Spanien trüben das positive Gesamtbild, können den konjunkturellen
Erholungspfad aber nicht in Frage stellen.
Dagegen machen sich jenseits des Atlantiks Zweifel breit, ob die US- Wirtschaft einen ersten Schritt zur
Normalisierung der Geldpolitik verkraften kann. Der ISM- Index im verarbeitenden Gewerbe verzeichnete
entgegen den Prognosen einen leichten Rückgang und sorgte mit sinkenden Vergleichswerten in China
und dem weiter fallenden Ölpreis für schlechte Stimmung an den Aktienmärkten. Das könnte sich zum
Wochenende mit Veröffentlichung des US- Arbeitsmarktberichtes aber schon wieder ändern.
Obwohl hierzulande ermutigende Quartalsberichte die Kauflaune bei Dividendentiteln anheizte, stiegen
die Kurse von Bundesanleihen ihren amerikanischen Pendants folgend ebenfalls an. Der Start der
neuen Handelswoche verlief jedoch in ausgesprochen ruhigen Bahnen und begleitet von äußerst
geringen Umsätzen.
Anleihen der EU- Peripherie konnten nach erfolgversprechendem Start nicht mit Vergleichspapieren aus
den Kernländern mithalten. Die Renditeaufschläge 10- jähriger italienischer (1.77 %), spanischer (1.94 %)
und portugiesischer Bonds (2.37 %) weiteten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 4, 5
bzw. 5 BP aus. Franzosen (0.94 %) und Belgier (0.95 %) verloren gegen Bunds 2 BP. Die EZB erwarb im
Juli im Rahmen ihres Ankaufprogramms öffentliche Schuldtitel im Volumen von 51.4 Mrd. Euro, 9 Mrd.
Euro in Covered Bonds sowie 0.9 Mrd. Euro in ABS- Papieren. Insgesamt summieren sich die Käufe in
allen drei Asset- Klassen auf 362.64 Mrd. Euro (248.9/104/9.74). Die Athener Börse verzeichnete bei
Wiedereröffnung nach fünfwöchiger Pause einen Verlust von über 23 Prozent.
Am US- Bondmarkt setzten die Kurse ihren in der Vorwoche begonnen Anstieg fort. Höhere Einkommen
(0.4 %) und steigende Ausgaben (0.2 %) sowie der höhere Preisindex für Konsumausgaben ohne
Nahrungsmittel und Energie hatten nur begrenzten Einfluss auf das Marktgeschehen. Der Rückgang des
ISM- Index im verarbeitenden Gewerbe auf 52.7 Punkte warf dagegen die Frage auf, ob ein Zinsschritt
die US- Konjunktur abwürgen könnte. In Fernost tendieren US- Treasuries trotz nachgebender
Aktienkurse nur knapp behauptet.
Der Bund- Kontrakt (154.78) legte 36 Stellen zu, Bobl (130.44) und Schatz (111.32) gingen 13 bzw. 3
Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 0.61 %, der
Renditeabstand zwischen 2-und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 85 BP. 10-jährige USTreasuries
rentieren bei 2.16 %. Der Euro verbilligt sich auf 1.094 Dollar, der Preis für das Barrel Öl
fällt auf 45.5 Dollar.
An der Datenfront ist heute zunächst noch einmal Durchatmen angesagt. Einzig die Auftragseingänge in
der US- Industrie (1.7 %) stehen zur Veröffentlichung an. Die Stimmung steigt dann kontinuierlich über
den ADP- Beschäftigungsreport, die wöchentlichen Erstanträge bis hin zum Arbeitsmarktbericht am
Freitag.
Am Primärmarkt versteigert Österreich heute RAGBs der Fälligkeiten Oktober 2025 & Juni 2044 im
Volumen von zusammen 1.21 Mrd. Euro. Großbritannien verkauft 10-jährige Gilts im Volumen von 3
Mrd. GBP.
Die Finanzagentur des Bundes bietet zur Wochenmitte 4 Mrd. Euro der 5-jährigen Bundesobligation
der Serie 172 an. In der zweiten Wochenhälfte ist dann Spanien mit Aufstockungen der SPGB Juli 2018
und Juli 2020 (4 Mrd. Euro) am Zug. Frankreich versteigert OATs Oktober 2023, 2025, 2032 sowie April
2060 im Volumen von 4.5-5.5 Mrd. Euro.
Das Land Niedersachsen vergab das Mandat für eine 4-jährige Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro.
Die EIB stockte eine 5-jährige Anleihe um 300 Mio. Euro bei Midswap -27 BP auf.
Technik:
Der Bund- Future baute im späten Geschäft seine Gewinne weiter aus und schloss (154.78) 36 Stellen
über Vortagsniveau. Der Trend im Tageschart ist oberhalb von 153.53 intakt. Auf Wochenbasis bleibt der
Ausblick konstruktiv.
Widerstände sehen wir bei 154.95 (Hoch v. 03.08.), 155.27 (Trendlinie), 155.44 (Hoch v. 01.06.), 155.93
(61.8 %- Retracement von 160.69 bis 148.23), 156.02 (Hoch v.05.05.) und 156.36 (Tief v. 30.04.).
Unterstützungen liegen bei 154.50/57 (Hoch v. 30.07./02.06.),154.21 (Hoch v. 27.07.), 153.93 (Hoch v.
28.07.), 153.67 (Tief v. 31.07.), 153.53 (Trendlinie), 153.28 (Tief v.28.07.) und 153.02 (Tief v. 23.07.).
Unterstützungen: 154.21 153.93 153.53
Widerstand: 154.95 155.27 155.44


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