EXPERTEN |
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11:22 | 15.03.2011
Helaba – Marktkommentar Renten: Trading Range: 122.18-123.13, Tendenz: behauptet
Die Anleger am europäischen Bondmarkt bewegten sich zum Wochenauftakt im Spannungsfeld zwischen den Beschlüssen von Brüssel und der Katastrophe in Japan. Einerseits machte sich nach dem EU- Gipfel vom Wochenende Erleichterung breit, dass der Rettungsschirm ausgeweitet und die Konditionen für Griechenland gelockert wurden. Anleihen der EU- Peripherie entwickelten sich deutlich besser als Bundesanleihen und schickte die Kurse der Staatsanleihen aus den Kernländern nach freundlichem Beginn auf Talfahrt. Am Ende überwogen aber die Sorgen, dass ein Ausfall Japans zu einer globalen Rezession führen könnte. Die Zuspitzung der Lage in Japan mit weiteren Explosionen und Feuer im AKW Fukshima lösen heute in Fernost Panik an den Aktienmärkten aus. Obwohl die BoJ den Märkten riesige Beträge an Notfall- Liquidität zur Verfügung stellt, verlor der Nikkei- Index teilweise mehr als 15 % und notiert derzeit 1000 Punkte schwächer. Bonds profitieren im fernöstlichen Handel von ihrem Status als sicherer Hafen und legen deutlich zu. Bund- (122.19) und Schatz- Kontrakt (107.395) schlossen 11 bzw. 4 œ Stellen fester, der Bobl (115.21) ging unverändert aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 3.23 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 159 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 13 BP niedriger bei 3.25 %, der JGB- Future (140.05) legt 13 Stellen zu. Der Euro gibt leicht auf 1.393 Dollar nach, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 99.4 Dollar. Konjunkturdaten dürften vor dem Hintergrund der drohenden Atomkatastrophe in Japan kaum Einfluss auf das Marktgeschehen haben. Die ZEW- Umfrage für März wird bei der Beurteilung der aktuellen Lage (86 nach 85.2) und dem Konjunkturausblick (15.9 nach 15.7) nochmals einen leichten Anstieg zum Vormonat ausweisen. Französische Verbraucherpreise (+0.6 %/1.9 %) runden hierzulande den Datenkranz ab. Bei der Sitzung des Offenmarktausschusses wird sich die amerikanische Notenbank nicht dem Abschied von der expansiven Geldpolitik anschließen. Die Auswirkungen des Erdbebens in Japan und nicht übersehbare Folgen eines Super- GAUs wird sie in ihrer Haltung bestärken. Der erwartete Anstieg der Importpreise (0.9 %/6.3 %) im Februar, eine bessere Stimmung in der Industrie (Empire State- Index 16.1 nach 15.43) im März und eine leichte Entspannung am US- Immobiliensektor (NAHB- Wohnungsmarktindex 17 nach 16) dürften daran nichts ändern. Am Primärmarkt versteigern Deutschland (2 Jahre), Frankreich (BTAN und OAT- Linker) und Spanien (10 Jahre) ab Morgen Staatsanleihen im Volumen von 16.8-19.8 Mrd. Euro. Tilgungen und Kuponzahlungen in Höhe von 20 Mrd. Euro dürften die Platzierung erleichtern. Großbritannien ist mit neuen 10-jährigen Gilts (09/2021) im Volumen von 2.75 Mrd. GBP am Start. Belgien plant, den Markt in Kürze mit einer 6-jährigen (06/2017) syndizierten Anleihe in Anspruch zu nehmen. Die Berlin Hyp BHH kommt mit einem 3 œ- jährigen (23.09.2014) Jumbo- Hypothekenpfandbrief, der bei ca. 10 BP über Midswap vermarktet werden soll. Technik: Unterstützungen 122.53 122.18 121.70 |
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