EXPERTEN |
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10:23 | 28.02.2011
Helaba – Marktkommentar Renten: Trading Range: 123.89-124.67, Tendenz: behauptet
Der Bürgerkrieg in Libyen und der damit einhergehende Anstieg des Ölpreises sind auch weiterhin das beherrschende Thema an den internationalen Finanzmärkten. Der Anstieg der harmonisierten Inflation in Deutschland im Februar auf eine Jahresrate von 2.2 % geriet dabei zum Wochenschluss ebenso zur Nebensache wie das sich verlangsamende Geldmengenwachstum in der Eurozone (1.5 %/1.7 %). Europäische Staatsanleihen präsentierten sich im Spannungsfeld anziehender Teuerungsraten und Anlageplatz für sichere Investments gut behauptet. Nach dem Wahlsieg von Fine Gael in Irland muss nun abgewartet werden, wie der neue Ministerpräsident mit dem Koalitionspartner Labour- Partei die hohe Verschuldung des Inselstaates in Griff bekommen will. Britische und US- Bonds waren dagegen nach der Abwärtsrevision der Wachstumszahlen des vergangenen Jahres in Großbritannien (-0.6 %/1.5 %) und den Vereinigten Staaten (2.8 %) besser gesucht. Die anhaltend gute Stimmung bei den US- Verbrauchern (Michigan Sentiment 77.5 nach 75.1) fiel dabei kaum ins Gewicht. Bund- (124.35) und Bobl- Kontrakt (117.34) schlossen 5 bzw. 7 Stellen fester, der Schatz (108.02) ging œ Tick höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe verharrte bei 3.14 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen bei 160 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 6 œ BP niedriger bei 3.39 %, der JGB- Future (139.56) gibt nach schwächer als erwarteten Produktionszahlen (2.4 %/4.7 %), höheren Einzelhandelsumsätze (4.1 %/0.1 %), sinkender Fahrzeugproduktion (-6.3 %) und deutlich niedrigeren Bauaufträgen (-10.7 %) 12 Stellen ab. Der Euro fällt auf 1.377 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 99.3 Dollar. Zum Monatsende richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger zunächst wieder auf die Inflationsentwicklung. Deutsche Importpreise (+1.1 %/11.2 %), Erzeugerpreise aus Frankreich (+0.9 %/5.6 %) und die Verbraucherpreise der Eurozone im Januar (-0.6 %/2.4 %) dürften dabei mit Blick auf die am Donnerstag stattfindende EZB- Sitzung kaum Entspannung liefern. Auch die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sollten den anhaltenden Konjunkturaufschwung hierzulande untermauern, könnte jedoch unter dem starken Anstieg des Ölpreises gelitten haben. Belastende Faktoren für die Bondmärkte sind auch aus den Vereinigten Staaten zu erwarten. Neben einem Anstieg des ISM- Index rechnen die Marktteilnehmer auch beim Arbeitsmarktbericht am Freitag mit guten Nachrichten. Notenbankchef Ben Bernanke könnte zudem bei seiner Rede am Mittwoch vor dem Financial Services Committee des Repräsentantenhauses Hinweise auf eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik liefern. Heute stehen in USA die privaten Einkommen (+0.4 %) und Konsumausgaben (+0.4 %), der PCE- Deflator (+1.3 %; Kernrate +0.1 %/0.8 %) für Januar sowie der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago (67.5 nach 68.8) zur Veröffentlichung an. Am Primärmarkt versteigert Belgien heute 3- und 10- jährige OLOs im Volumen von 0-5-0.75 bzw. 1.5-1.75 Mrd. Euro, im Wochenverlauf folgen die Niederlande, Österreich, Deutschland, Spanien und Frankreich mit Staatsanleihen im Volumen von insgesamt 21.8-25.3 Mrd. Euro. Tilgungen und Kuponzahlungen von mageren 5.2 Mrd. Euro versprechen dabei keine Entlastung. Großbritannien stockt 5- und 44-jährige Gilts um 4 bzw. 2.25 Mrd. GBP auf. Technik: Unterstützungen 124.16 123.99/98 123.89/84 |
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