EXPERTEN

13:09 | 03.07.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: Optimismus scheint ungebrochen

Der Optimismus an den Aktienmärkten scheint ungebrochen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist der DAX weiter gestiegen, wobei er die Marke von 12.600 Zählern überwunden hat. Am Ende des Tages erzielte der Leitindex ein Plus von 2,8 % (12.608). Zwar steigen in Teilen der Welt und vor allem im Süden der USA die Infektionszahlen, Hoffnungen auf ein Impfmittel und gute Konjunkturdaten sorgten zuletzt aber für eine erhöhte Risikobereitschaft. Mit der Rückführung von Corona-Beschränkungen konnten in den USA 4,8 Millionen neue Jobs geschaffen werden und die Arbeitslosenquote sank auf 11,1 %. Dies ist zwar positiv, es gilt allerdings zu beachten, dass seit Ausbruch der Krise zig Millionen Jobs verloren gegangen sind und es daher eine lange Zeit dauern wird, bis eine Art Normalität am Arbeitsmarkt zurückkehrt. Dies gilt auch mit Blick auf die zweite Corona-Welle, die derzeit im vollen Gange ist und die Erholung gefährden könnte. Laut Reuters gab es binnen eines Tages fast 55.000 Neuinfektionen. Dies ist der weltweit höchste jemals gemeldete tägliche Anstieg. Insofern sind wir weiterhin der Ansicht, dass die Aktienmärkte schon viel Positives eskomptieren und die Gefahr einer Korrektur nicht zu unterschätzen ist. Anlass könnten enttäuschende Wirtschaftszahlen sein, mit denen heute aber nicht zu rechnen ist. Bei den europäischen Service-PMIs zeichnen sich Erholungen ab und in den USA ist der Datenkalender feiertagsbedingt leer.
Charttechnik
Dem DAX ist es gelungen, oberhalb der 200-Tagelinie (12.157) und des seit März bestehenden Aufwärtstrends (12.363) weitere Kursgewinne zu erzielen. Selbst das Hoch vom 23. Juni bei 12.616 Zählern wurde zeitweise überwunden. Damit wäre der Weg frei bis zum markanten Hoch vom 9. Juni bei 12.913 Punkten. Wir sind aber skeptisch, ob es zu einer derartigen Befestigung kommen wird, denn die Indikatoren im Tageschart mahnen mehrheitlich zur Vorsicht. Zwar ist das Kursmomentum in positives Terrain vorgedrungen, allerdings liegt der MACD noch unterhalb seiner Signallinie und der niedrige und weiter rückläufige ADX lässt auf die fehlende Kraft des Aufwärtsimpulses schließen. Die Aussichten würden sich aber erst dann deutlich trüben, sollten die oben genannte 200-Tagelinie und der Aufwärtstrend auf Tagesschlusskursbasis unterschritten werden.


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