EXPERTEN |
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10:05 | 09.04.2008
HSBC T&B: Deutsche Handelsbilanz weiter mit signifikanten Überschüssen
Die deutschen Exporteure scheinen sich trotz der Abkühlung der Weltkonjunktur und des Höhenflugs des Euro weiter gut zu behaupten. Dies wird durch die jüngste Umfrage des ifo Instituts zu den Exporterwartungen im März unterstrichen, die sich weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegen. Nachdem im Januar ein signifikanter Handelsbilanzüberschuss von 16,1 Mrd. EUR verzeichnet wurde, erwarten wir mit 16,5 Mrd. EUR auch im Februar ein Plus in der gleichen Größenordnung. Trotz dieser deutlichen Überschüsse dürfte vom Außenbeitrag im 1. Quartal 2008 kein positiver Wachstumsbeitrag ausgehen. Das Problem besteht in dem starken 4. Quartal 2007, das nur schwer zu übertrumpfen sein dürfte. Die Problematik der auslaufenden positiven Wachstumseffekte gilt nicht nur für die ersten drei Monate des laufenden Jahres; auch mit Blick auf das Gesamtjahr sollte das 2007er Ergebnis nur schwer zu überbieten sein. Zwar halten sich die Exporte auf einem hohen Niveau, die dynamischen Zuwächse bleiben jedoch aus. Darauf haben unter anderem jüngst die Februarzahlen zu den ausländischen Auftragseingängen hingewiesen. Für den Rest des Jahres ist nicht mit einer Verbesserung zu rechnen. Die Effekte des andauernden Euro- Höhenflugs dürften erst peu à peu durchschlagen. Gerade der Blick auf die wichtigsten Handelspartner innerhalb der Währungsunion stimmt nicht gerade euphorisch. So sehen die Wachstumsperspektiven für Italien schon seit geraumer Zeit ernüchternd aus, und in jüngster Zeit mehren sich zudem die Signale für eine konjunkturelle Dürre in Spanien. Diese Schwäche dürften die deutschen Exporteure in den kommenden Monaten zu spüren bekommen; der wichtigste Handelspartner Deutschlands ist die Eurozone ex Deutschland. PDF-Datei “Der Markt heute” laden Quelle: HSBC Trinkaus & Burkhardt |
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