HSBC T&B – Einkaufsmanager: Positiv gestimmt nur für Deutschland
In der Eurozone verbesserte sich der PMI für das Verarbeitende Gewerbe von 46,9 Punkten im Dezember
auf 48,8 Punkte im Januar 2011, was darauf hindeutet, dass sich die Talfahrt der Industrie zuletzt
etwas verlangsamte. Überzeugen konnten derweil aber nur die deutschen Unternehmen, die ihre Produktion
nach drei Monaten erstmals wieder ausweiteten und zwar so schnell wie seit mehr als einem halben
Jahr nicht mehr. Mit 51 Punkten gelang dem Einkaufsmanagerindex in Deutschland der Sprung zurück in
den Wachstumsbereich. Die übrigen Schwergewichte des gemeinsamen Währungsraum konnten eine
derart positive Entwicklung nicht nachweisen: In Spanien und Italien stabilisierte sich die Sentimenterhebung
moderat (45,1 bzw. 46,8 Punkte), während die Industrieaktivität in Frankreich weiter schrumpfte
(48.5 Punkte). Ein ähnlich heterogenes Bild zeichnet sich auch im jüngsten Bank Lending Survey der
EZB ab: In Deutschland blieben die Kreditstandards nach den neusten Umfrageergebnissen der Bundesbank
auch im vierten Quartal 2011 weitgehend stabil, bei einer leichten Verschärfung für langfristige
Ausleihungen im Unternehmensgeschäft. Im Gegensatz hierzu war die Entwicklung der Kreditangebotsbedingungen
im Euroraum im Erhebungszeitraum von einer deutlichen Verschärfung geprägt, insbesondere
im Unternehmenskreditgeschäft und bei den privaten Baufinanzierungen. In den USA konnte der
ISM-Index mit dem Anstieg um einen Indexpunkt auf 54,1 nicht ganz die Marterwartungen erfüllen. Ein
ähnliches Bild ergab sich bei dem Stellenplus in der Privatwirtschaft gemäß dem ADPArbeitsmarktbericht,
wo das Plus „nur“ 170.000 betrug. In diesem Umfeld konnte der Euro zum USDollar
profitieren und temporär über 1,32 USD anziehen. Auch heute dürfte sich die Einheitswährung
weiter gen Norden orientieren.