EXPERTEN

14:25 | 11.04.2019
HSBC T&B – EU gewährt Großbritannien weitere Fristverlängerung

Auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, Großbritannien beim EU-Austrittsprozess bis spätestens zum 31. Oktober 2019 eine flexible Fristverlängerung zu gewähren. Großbritannien kann die EU auch früher verlassen. Voraussetzung ist die Ratifizierung des vorliegenden Vertrages, der bereits Ende letzten Jahres vom Europäischen Rat angenommen wurde. Geschieht dies nicht bis zum 22. Mai, muss das Land an den Europawahlen teilnehmen. Kommt das Vereinigte Königreich dieser Verpflichtung nicht nach, so erfolgt der Austritt am 1. Juni 2019. Die EU betont, dass der Austrittsvertrag nicht neu verhandelt wird. Man stehe aber bereit, die „Politische Erklärung“ zu den künftigen Beziehungen zu überprüfen, sollte Großbritannien in dieser Hinsicht seinen Standpunkt ändern. Das Land verpflichtet sich, alle Maßnahmen zu unterlassen, welche die Verwirklichung der Ziele der Union gefährden könnten, insbesondere wenn es an den Beschlussfassungsprozessen der Union mitwirkt.
Marktreaktion:
Da letztlich weiter alle Optionen auf dem Tisch bleiben, zeigte sich das Pfund von den Ergebnissen des EU-Gipfels unbeeindruckt.


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