Zeit für die „Trendwende“? Der Euro konnte zum britischen Pfund die markante Unterstützungszone
aus dem Jahrestief 2009 bei 0,8399 GBP und dem Aufwärtstrend
seit Juni 2010 (akt. bei 0,8431 GBP) als Sprungbrett für die jüngsten Kursgewinne
nutzen. Nun hat sich die Einheitswährung bis in den Bereich des langfristigen Abwärtstrends
(akt. bei 0,8741 GBP) empor gekämpft, der den Kursverlauf bereits seit
Ende 2008 dominiert. Der nachhaltige Sprung über die angeführte Hürde käme folglich
einem Befreiungsschlag gleich, der der Gemeinschaftsvaluta neue Perspektiven
offenbart. Im Erfolgsfall rückt zunächst die horizontale Hinderniszone aus diversen
kleineren Hochs und Tiefs zwischen 0,8832 GBP und 0,8853 GBP in den Fokus,
bevor es das Verlaufshoch vom Oktober 2010 bei 0,8947 GBP zu erklimmen gilt.
Anschließend besteht sogar Spielraum bis in den Bereich des Jahreshochs 2010 bei
0,9153 GBP. Die technischen Indikatoren haben diesem Szenario grundsätzlich
Nichts entgegenzusetzen, denn Stochastik und MACD weisen jeweils Kaufsignale
auf. Anleger sollten lediglich die reife Lage des angeführten Oszillators nicht aus den
Augen lassen, der vor kurzfristigen Rücksetzern warnt. Jetzt oder nie
Für den Euro ist die Gelegenheit günstig, sich mit dem Sprung über den o. g. Abwärtstrend
eine positive Ausgangslage zum britischen Pfund zu schaffen. Aufgrund
der überkauften Lage der Oszillatoren sollte sich die Einheitswährung allerdings mit
dem Angriff sputen, ansonsten droht ein zeitnahes Wiedersehen mit dem o. g.
Unterstützungcluster bei rund 0,84 GBP.