EXPERTEN |
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9:19 | 20.06.2008
HSBC T&B: Kein nachlassender Preisdruck bei den deutschen Produzentenpreisen
Nach der Veröffentlichung der deutschen Produzentenpreise am frühen Morgen stehen heute keine gewichtigen Veröffentlichungen mehr auf der Agenda. Die Erzeugerpreise dürften zeigen, dass der Preisdruck auf vorgelagerter Ebene unverändert hoch ist. Basierend auf unserer Prognose eines Anstiegs um 0,6 % gg. Vm. würde die Jahresrate auf ein neues zyklisches Hoch von 5,5 % anziehen. Wie stark die Dynamik der Aufwärtsentwicklung ausgeprägt ist, wird bei einem Blick auf die Dreimonats auf Dreimonats Veränderung deutlich, die im Mai vor dem beschriebenen Hintergrund auf den höchsten Stand seit der 80er Jahre anziehen würde. Damit bleibt der Druck auf die deutschen Konsumentenpreise in den kommenden Monaten weiter hoch. Entsprechend droht sich die Serie „negativer“ Überraschungen bei der Teuerung in Deutschland fortzusetzen. Wie sehr sich hier die Perspektiven verschoben haben, wird bei einem Blick auf die Konsenserwartungen (Erhebung des „The Economist“) für die durchschnittliche Teuerung im Jahr 2008 deutlich. Die erste Schätzung für 2008 datiert vom März 2007 und lag bei 1,5 %. Im Januar 2008 wurde ein Wert von 2,1 % festgestellt und der letzte Datenpunkt vom Juni weist ein Niveau von 2,7 % aus. Wir rechnen mit Blick auf die weiter anziehenden Benzinpreise und die sich abzeichnenden Gaspreiserhöhungen mittlerweile mit einer Teuerung von 3,1 %. Auch 2009 gehen wir nicht davon aus, dass die Jahresrate der Inflation im Jahresdurchschnitt unter 2 % fällt. |
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