EXPERTEN |
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8:55 | 13.03.2009
HSBC T&B: Trotz Importpreisrückgangs halten sich US-Konsumenten weiter bedeckt
Wurde bei den US-Importpreisen im September 2008 im Jahresvergleich noch ein schwindelerregender Wert von über 20 % erzielt, verwandelte sich das Plus bis zum Januar dieses Jahres zu einem Minus von 12,5 %. Im Februar dürfte es basierend auf dem von uns unterstellten Monatsminus um 0,4 % zu einer Rückbildung der Jahresrate auf -13,1 % gekommen sein. Grund hierfür sind insbesondere die fallenden Rohstoffpreise. Dies sollte sich beflügelnd auf die Konsumenten auswirken. Der Preisschock des letzten Jahres löst sich in Wohlgefallen auf, so dass die Konsumenten eigentlich wieder mehr Vertrauen fassen sollten. Davon war jüngst jedoch nicht viel zu spüren. Vielmehr verharrte das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan während der letzten Monate auf einem Niveau, das auf eine Fortsetzung der Rezession hindeutet. Dies dürfte sich auch im März nicht geändert haben. Wir rechnen sogar mit einem kleinen Rückgang von 56,3 auf 55,0 Punkte. Der Grund liegt auf der Hand: Der angeführte positive Effekt durch den Rohstoffrückgang wird durch andere Faktoren überschattet. Anzuführen ist hier das Emporschnellen der Arbeitslosigkeit und der Verfall bei den Aktien- und Immobilienpreisen. Durch die Krise des Bankensystems ist zudem das Wirtschaftsmodell des „Lebens auf Pump“ zum Erliegen gekommen. Dies zeigt sich auch anhand der Entwicklung der Handelsbilanz in den USA. So hat sich der Fehlbetrag seit Ende 2005 von rund 67 Mrd. USD auf 39,9 Mrd. USD im Januar dieses Jahres zurückgebildet. Im Februar dürfte sich das Defizit weiter auf 37,0 Mrd. USD reduziert haben. Auch in der Eurozone halten sich die Konsumenten zurück. So kam es bei den Einzelhandelsumsätzen im 4. Quartal 2008 in keinem Monat im Vergleich zur Vorperiode zu einem Anstieg. Im Januar rechnen wir mit einem mageren Plus von 0,2 % gg. Vm. |
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