EXPERTEN

14:00 | 14.02.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Spanien: Das spanische Parlament hat gestern den Haushaltsentwurf der Minderheitsregierung von Ministerpräsident Sanchez abgelehnt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für vorgezogene Parlamentsneuwahlen. Allerdings sehen aktuelle Umfragen weiterhin keine klaren Mehrheiten für eine der politischen Gruppierungen. Eine längere Phase politischer Instabilität könnte am Finanzmarkt zu einer erhöhten Verunsicherung führen. Gestern zeigten sich spanische Anleihen indes noch unbeeindruckt von dem möglicherweise bereits erwarteten Ergebnis der Parlamentsabstimmung.

Schweden: Die Riksbank hat auf ihrer gestrigen Sitzung erwartungsgemäß den Leitzins unverändert bei -0,25 % belassen. Gleichzeitig verzichtete die Notenbank darauf, die 2016 eingerichtete Option zu Interventionen am Devisenmarkt zu verlängern. Für 2019 und 2020 wurden die BIP-Prognosen moderat nach unten revidiert. Dennoch gehen die schwedischen Währungshüter weiter davon aus, dass der nächste Zinsschritt in der 2. Jahreshälfte 2019 nach oben gerichtet sein wird. Der Euro konnte zur schwedischen Krone zunächst auf Werte um gut 10,50 SEK zulegen, musste die Kursgewinne später aber wieder abgeben.

Großbritannien: Im Januar ist die Jahresrate der Konsumentenpreise überraschend stark von 2,1 % auf 1,8 % und damit erstmals seit Januar 2017 wieder unter die zentrale Zielmarke der Notenbank von 2 % zurückgegangen. Bei einem geregelten EU-Austritt Großbritanniens dürfte die Teuerungsrate auch in den kommenden Monaten leicht unter der genannten Marke verbleiben. Vor diesem Hintergrund rechnen wir nicht mit einer Leitzinserhöhung durch die Bank of England in diesem Jahr.

USA: Bei deutlich gesunkenen Energiepreisen, gab die Inflation zum Jahresbeginn spürbar nach. So lag die Jahresrate der Konsumentenpreise zuletzt im September 2016 tiefer als die für Januar vermeldeten 1,6 %. Im Monatsvergleich wurde ein unveränderter Wert gegenüber Dezember vermeldet. Im Jahresdurchschnitt 2019 rechnen wir mit einer Teuerung von lediglich 1,7 % (2018: 2,4 %).

Japan: Nach einem u. a. wetterbedingt schwachen 3. Quartal (-0,7 %) konnte die Wirtschaftsleistung im Schlussviertel 2018 wieder um 0,3 % gg. Vq. gesteigert und damit eine Rezession vermieden werden. Für das Gesamtjahr 2018 ergibt sich ein BIP-Plus von 0,7 % (2017: 1,9 %).

EXPERTEN

13:47 | 08.02.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Deutschland: Trotz eines signifikanten Anstiegs bei der lange schwächelnden Automobilproduktion ist die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember erneut um 0,4 % gg. Vm. gesunken. Hauptverantwortlich hierfür war eine stark eingetrübte Bautätigkeit, die um 4,1 % im Vergleich zum November nachließ. Nach dem zweiten negativen Quartalswachstum in Folge (-1,5 % im 4. Quartal nach -1,7 % im Vorquartal 2018) ist Deutschland damit technisch in eine industrielle Rezession gerutscht. Perspektivisch dürfte aber die wieder anlaufende Automobilproduktion dazu beitragen, dass Anfang 2019 eine positive Quartalswachstumsrate bei der Industrieproduktion erzielt werden kann.

Tschechien: Die tschechische Notenbank hat ihren Leitzins gestern mit 5:2 Stimmen unverändert bei 1,75 % belassen. Gleichzeitig legten die Währungshüter auch eine Aktualisierung der makroökonomischen Prognosen vor. Demnach bleibt die Inflation in Tschechien in den kommenden 24 Monaten in der Nähe des Zielkorridors von 2 % während das BIP-Wachstum bei 3 % mit dem langfristigen Gleichgewichtsniveau korrespondieren dürfte. Im Vergleich zur letzten Prognose sind dabei sowohl die Inflations- als auch die Wachstumserwartungen – vor dem Hintergrund einer nachlassenden Weltkonjunktur und gestiegener ökonomischer Risiken – leicht nach unten angepasst worden.

Brasilien: Die Sicht zahlreicher Anleger ist hinsichtlich der größten Volkswirtschaft in Lateinamerika auf eine Fortsetzung der Rentenreform fokussiert. Die heutigen Preisdaten für den zurückliegenden Januar erwarten wir in der Jahresrechnung unverändert zum Vormonat bei 3,8 %. Aktuell nehmen die Preise im Terminhandel eine Zinserhöhung erst zu Beginn 2020 vorweg. Wir gehen insgesamt von niedrigeren Renditen brasilianischer Anleihen durch geringere Risikoaufschläge aus.

Finanzmärkte: Während die Aktienmärkte weltweit stark nachgaben, fiel u. a. die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen gestern auf 0,11 % zurück und damit den niedrigsten Stand seit Ende Oktober 2016. Hintergrund sind wachsende Unsicherheiten über die globale Konjunkturentwicklung, die zum einen eine Umschichtung in vermeintlich sicherere Anlagen auslösten und zum anderen die Erwartungen auf eine dauerhafte Fortsetzung der Niedrigzinspolitik durch die Notenbanken befeuerten.


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