EXPERTEN

14:27 | 11.04.2019
HSBC T&B – Und sonst?

USA: Bedingt durch höhere Energiepreise hat sich die Inflation im März beschleunigt. Im Monatsvergleich zogen die Konsumentenpreise um 0,4 % an (Kernrate: 0,1 %), was die Jahresrate von 1,5 % auf 1,9 % hievte (Kernrate: von 2,1 % auf 2,0 %). Für April rechnen wir aufgrund der jüngsten Ölpreisentwicklungen mit einem weiteren Anziehen der allgemeinen Teuerung auf 2,0 %, im Jahresdurchschnitt dürften die Preise indes lediglich um 1,7 % zulegen. Das Protokoll der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 19./20. März offenbarte, dass eine Mehrheit der Notenbankmitglieder mit Blick auf die aktuelle konjunkturelle Entwicklung und den Inflationsausblick ein unverändertes Zinsniveau im weiteren Jahresverlauf für angemessen hält. Wir rechnen in diesem Jahr nicht mehr mit Leitzinserhöhungen durch die Fed.

China: Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Vorjahr im März mit 2,3 % schneller gestiegen als im Vormonat (1,5 %). Der Auslöser waren vor allem höhere Ausgaben für Schweinefleisch. Die Jahresrate für die Änderung der Produzentenpreise beschleunigte sich im Berichtsmonat von 0,1 % auf 0,4 %. Neben saisonalen Effekten infolge des chinesischen Neujahrsfestes dürfte dies eine zunehmende Konjunkturdynamik signalisieren. Zusätzlichen Rückenwind erhalten die Unternehmen nun durch die von der chinesischen Regierung beschlossenen Steuererleichterungen.

EXPERTEN

13:42 | 10.04.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Vor dem heute anstehenden Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs zum Austritt Großbritanniens nach Artikel 50 der EU-Verträge hat das britische Parlament mit 420 zu 110 Stimmen die Regierungsvorlage zu einem Antragsgesuch bei der EU über eine Verlängerung der Austrittsfrist bis zum 30. Juni angenommen. Von EU-Seite scheint eine flexibel bedingte Verlängerung mehrheitsfähig zu sein, jedoch muss der Europäische Rat einen entsprechenden Beschluss einstimmig fällen. Laut einem Entwurf für eine Gipfelerklärung soll Großbritannien eine erneute Verschiebung des EU-Austritts eingeräumt werden. Zuletzt wurde dabei auch ein deutlich längerer Zeitraum (z. B. bis 31.03.2020) unter strengen Bedingungen in Betracht gezogen. Demnach müsste Großbritannien an den EU-Parlamentswahlen per Ende Mai teilnehmen und soll sich bereiterklären, bis zum endgültigen Austritt bei wegweisenden Entscheidungen der Staatengemeinschaft (z. B. bei der Erstellung des mehrjährigen Finanzrahmens oder der Wahl des EU-Kommissionspräsidenten) konstruktiv und verantwortungsvoll zu handeln. Wird ein EU-Austrittsvertrag vor Ablauf der neuen Frist ratifiziert, würde der Austritt am ersten Tag des Folgemonats wirksam.

USA: Vor dem Hintergrund des seit 15 Jahren andauernden Streits über Subventionen im Flugzeugsektor haben die USA eine vorläufige Liste mit Strafzöllen auf europäische Exporte im Gegenwert von 11 Mrd. USD für verschiedene Produktgruppen vorgelegt. Diese Summe entspricht laut US-Angaben dem jährlichen Schaden durch die laut WTO-Urteil unerlaubten Staatshilfen für Airbus. Die EU-Kommission kündigte daraufhin mit Blick auf ein vergleichbares WTO-Urteil in Bezug auf Boeing den Start von Vorbereitungen für neue europäische Zusatzzölle auf Waren aus den USA an, sollte es für den Streit keine faire Verhandlungslösung geben. Im aktuellen Umfeld zunehmender Unsicherheiten über die weltwirtschaftlichen Perspektiven droht hier eine Ausweitung eines weiteren Konflikts, der die Konjunkturaussichten weiter eintrüben würde.

Brasilien: Die heutigen Preisdaten dürften für den zurückliegenden März eine auf 4,4 % beschleunigte Inflation ausweisen (Februar: 3,9 %). Dabei sind vor allem höhere Ausgaben für Nahrungsmittel verantwortlich. Brasilianische Anleihen bewegen sich derzeit indes vor allem im Tandem mit der Nachrichtenlage zu den Fortschritten bei der Rentenreform, über die das Parlament berät. Kommt es hier zu konkreten Ergebnissen, rechnen wir mit abnehmenden Risikoaufschlägen und nachgebenden Renditen bei brasilianischen Staatsanleihen.


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