EXPERTEN

11:37 | 11.07.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Frankreich: Das Verarbeitende Gewerbe zeigte sich im Mai weiter sehr widerstandsfähig gegenüber der allgemeinen globalen Abschwungstendenz in diesem Sektor. So expandierte die Industrieproduktion um 2,1 % gg. Vm. und setzte damit die positive Entwicklung aus dem Vormonat (revidiert: 0,5 % gg. Vm.) fort. Dabei lag der Zuwachs nicht nur deutlich oberhalb der Markterwartungen (+0,2 % gg. Vm.), sondern stellte gleichzeitig auch den höchsten Monatsanstieg seit November 2016 dar. Insgesamt weisen die Zahlen zur Industrieproduktion somit auf ein robustes BIP-Wachstum in Frankreich im 2. Quartal 2019 (HSBCe: +0,3 % gg. Vq.) hin.

Großbritannien: Nachdem im April die Wirtschaftsleistung noch um 0,4 % gg. Vm. geschrumpft war, hat sich das BIP-Wachstum im Mai erholen können. Der stärker als erwartet ausgefallene Anstieg um 0,3 % gg. Vm. (Marktkonsens: 0,1 %) war dabei maßgeblich auf eine wieder anziehende Industrieproduktion zurückzuführen, die um 1,4 % gg. Vm. zulegen konnte. Die Wiederaufnahme der Automobilproduktion – die aufgrund der Sorgen vor einem möglichen ungeregelten EU-Austritt zum 29. März in vielen Werken gestoppt worden war – ist dabei wohl der Haupttreiber gewesen. Für das gesamte 2. Quartal erwarten wir trotzdem ein negatives BIP-Quartalswachstum von -0,1 %.

Kanada: Die Bank of Canada (BoC) hat erwartungsgemäß den Leitzins bei 1,75 % belassen. In ihrem Statement wiesen die kanadischen Währungshüter zwar auf die Gefahren für die Konjunktur durch die schwelenden internationalen Handelskonflikte hin, sehen aber die kanadische Wirtschaft für den Moment auf einem guten Kurs, die Wachstums- und Inflationsziele der Notenbank zu erreichen. Demnach stemmt sich die BoC aktuell weiterhin gegen den globalen Trend geldpolitischer Lockerungen. Wir erwarten bis zum Jahresende keine Zinsanpassungen in Kanada.

Finanzmärkte: Hoffnungen auf eine US-Leitzinssenkung im Juli haben den S&P 500 ® Index gestern erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 3.000 Punkten gehievt. Auch die US-Bondmärkte profitierten von den Spekulationen. Die Rendite für 10-jährige US-Treasuries nährte sich wieder der 2 %-Marke.

EXPERTEN

12:47 | 03.07.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Deutschland: Im Mai sind die Einzelhandelsumsätze um 0,6 % gg. Vm. zurückgegangen und lagen damit deutlich unter den Markterwartungen (+0,5 %). Aufgrund von Basiseffekten sowie positiver Revisionen in den Vormonaten blieb die Jahresrate +(4,0 %) dagegen weiterhin im positiven Bereich. Insgesamt deutet sich aber an, dass sich die Wirtschaftsaktivität in Deutschland im 2. Quartal 2019 verlangsamt hat. Wir rechnen mit einem BIP-Rückgang von 0,2 % gg. Vq. von April bis Juni.

EU: Die Staats- und Regierungschefs haben sich gestern vorläufig über die Vergabe der wichtigsten Positionen innerhalb der EU in den kommenden fünf Jahren verständigt. Demnach soll die bisherige deutsche Außenministerin Ursula von der Leyen EU-Kommissionpräsidentin werden, während gleichzeitig die amtierende Chefin des IWF, Christine Lagarde, zur EZB-Präsidentin berufen werden soll. Mit der Wahl von der Leyens würde das Spitzenkandidatensystem indes ausgehebelt werden, da damit keiner der drei von den Fraktionen vorgeschlagenen Bewerbern zum Zuge käme, was die notwendige Zustimmung des EU-Parlaments zum Vorschlag erschweren dürfte.

Polen: Mehrheitlich wird erwartet, dass die Nationalbank heute ihren Schlüsselzins unverändert bei 1,50 % belässt. Der geldpolitische Ausschuss ist offenkundig nicht bereit, seine Zinspolitik restriktiv auszurichten, obwohl der Preisauftrieb zugenommen hat: Sowohl die allgemeine Teuerung als auch die Kerninflation bewegen sich auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Mit einem weitgehend unbeweglichen kurzen Ende wird die polnische Zinsstrukturkurve somit voraussichtlich steiler, da die Renditen langlaufender Staatsanleihen steigen dürften.


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