EXPERTEN

11:42 | 08.03.2018
HSBC T&B – Und sonst?

– USA: Selten zuvor stand eine Veröffentlichung der US-Handelsbilanz – der Handelsbilanzsaldo
betrug im Januar über den Konsenserwartungen liegende -56,6 Mrd. USD –
so sehr im Fokus wie gestern. Im Zuge der sich durch den Rücktritt seines Wirtschaftsberaters
und Freihandelsbefürworters Gary Cohn noch einmal verschärften Situation
um die Anwendung protektionistischer Maßnahmen zur Verringerung des US-Handelsbilanzdefizits,
unterstützten die gestrigen Zahlen vordergründig die Haltung Präsident
Trumps. In der Realität wird die Anwendung tarifärer (und nichttarifärer) Handelshemmnisse
aber die strukturell bedingten US-Handelsdefizite nicht beseitigen können,
sondern lediglich das Handelsvolumen reduzieren und damit nur zu erheblichen weltweiten
Wohlfahrtsverlusten führen. Das 9-Jahresrekorddefizit ist dagegen vielmehr der
hohen Konsumbereitschaft in Folge des US-Arbeitsmarktbooms geschuldet.
– Eurozone: Auch nach der gestern veröffentlichten dritten Schätzung ist das BIP in der
Eurozone im 4.Quartal um 0,6 % gg. Vq. bzw. 2,7 % gg. Vj. angestiegen. Das gute
BIP-Wachstumsmomentum sollte sich dabei auch im aktuellen Jahr fortsetzen. Wir
rechnen mit einem gleichbleibenden Quartalsplus von 0,6 % gg. Vq. für das 1.Quartal
und für das Gesamtjahr 2018 mit einem Zuwachs von 2,3 % gg. Vj. (2017: 2,5 %).
– Kanada: Die Bank of Canada beließ gestern wie erwartet ihren Leitzins bei 1,25 %.
Obwohl die Währungshüter die kanadische Wirtschaft auch zukünftig nahe des Produktionspotentials
wachsen sehen, halten sie unverändert an der Notwendigkeit einer
grundsätzlich stimulierenden Geldpolitik fest. Wir erwarten daher keine weiteren Zinserhöhungen
– im Januar gab es eine Anhebung um 25 BP – mehr in diesem Jahr.
– Mexiko: Die heutigen Preisdaten für Februar werden vermutlich mit 5,4 % erneut weniger
Inflation signalisieren, nachdem sie im Dezember noch 6,8 % betrug. Aktuell nehmen
Marktpreise für die kommenden Monate Zinserhöhungen der Banxico um 25 BP
vorweg. Demgegenüber rechnen wir mit einer abwartenden Geldpolitik. In der zweiten
Jahreshälfte besteht sogar die Möglichkeit einer Zinssenkung. Für Anleger bleiben
langlaufende Peso-Anleihen Mexikos dadurch attraktiv.


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