EXPERTEN

13:46 | 09.11.2017
HSBC T&B – Und sonst?

– Neuseeland: Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins – wie allgemein erwartetet – bei dem historisch niedrigen Niveau von 1,75 % belassen. Dabei revidierten die Währungshüter in ihrem Ausblick die Inflationserwartungen für das 1. Quartal 2018 von 0,7°% auf 1,5°% im Jahresvergleich nach oben. Dabei schätzt die RBNZ das Risiko einer Inflationsentwicklung über der Zielrate von 2°% in der mittleren Frist zwar als gering ein, deutet aber gleichzeitig die Bereitschaft zu Zinsanhebungen in der Zukunft an. Dies steht in Einklang mit unserer Prognose, dass die RBNZ in der 2. Jahreshälfte 2018 einen Zinserhöhungsschritt um 25 BP tätigen wird – wir erwarten einen entsprechenden Beschluss im 3. Quartal 2018. Das sollte dem zuletzt unter Druck geratenen neuseeländischen Dollar perspektivisch wieder Auftrieb verleihen.
– Polen: Auch die polnische Notenbank (NBP) hat ihre „Politik der ruhigen Hand“ gestern fortgesetzt und den Referenzzinssatz, der seit März 2015 bei 1,50 % notiert, unverändert gelassen. Aufgrund unserer Erwartung, dass die Inflation auch 2018 unter der Zielzone der Notenbank von 2,5 % (+/- ein Prozentpunkt) verbleibt, rechnen wir erst 2019 mit einer Verschärfung der Geldpolitik in Polen.


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