EXPERTEN

11:38 | 04.04.2016
HSBC T&B – US-Arbeitsmarkt erneut solide

Der Euro startete zum US-Dollar im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag den Versuch, sich jenseits der 1,14 USD festzusetzen. Auch nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarkdaten gab der Euro kaum Boden wieder preis und notiert aktuell knapp unter 1,14 USD. Die Schaffung neuer Arbeitsstellen lag bei 215.000 im März und damit leicht oberhalb der Markterwartungen (+205.000). Seit dem Jahr 2014 liegt der monatsdurchschnittliche Zuwachs an Arbeitsstellen jenseits der Marke von 200.000, und dies gilt mit nun 209.000 auch für das noch recht junge Jahr 2016. Die Arbeitslosenquote zog im März leicht auf 5,0 % an (Februar 2016: 4,9 %), wobei die Erwerbsquote weiter auf 63,0 % zulegte. Die Ablösung vom zyklischen Tief der Erwerbsquote (September 2015: 62,4 %) verläuft aber nach wie vor recht zäh. Die Jahresrate der Stundenverdienste verharrte bei 2,3 %. Insgesamt deuten die Arbeitsmarktdaten darauf hin, dass ein weiteres Drehen an der Zinsschraube nach oben nur eine Zeitfrage ist, und wir bekräftigen unsere Einschätzung der nächsten Anhebung der Fed-Funds-Rate per Juni 2016. Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe schaffte mit 51,8 Punkten klar den Rebound über den Wachstumsschwellenwert von 50 Punkten, erstmals seit sieben Monaten. Im Konsens erwarte man lediglich ein Plus auf 50,7 Punkte. Auch der finale Wert des Konsumentenvertrauens der Universität Michigan konnte mit 91,0 Punkte (Schnellschätzung: 90,5) über-zeugen.
In Großbritannien konnte der Einkaufsmanagerindex (PMI) im Verarbeitenden Gewerbe im März nur um 0,2 auf 51,0 Punkte zulegen. Im Marktdurchschnitt hatte man einen Zuwachs auf 51,2 Punkte prognostiziert. Innerhalb der letzten acht Monate liegt die Beschäftigungskomponente nun zum sechsten Mal unterhalb des Wachstumsschwellenwertes von 50 Punkten. Die schwache Erholung beim PMI werten wir als weiteres Anzeichen dafür, dass nach dem revidierten BIP-Quartalszuwachs von 0,6 % im Schlussquartal des letzten Jahres dieser zum Jahresauftakt nur noch 0,4 % betragen dürfte. Der Euro konnte zum britischen Pfund auf Werte von rund 0,80 GBP zulegen. Für die Eurozone wurde der finale März-Wert für den Einkaufsmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zur Schnellschätzung leicht um 0,2 Punkte auf 51,6 Punkte nach oben revidiert. Auffällig ist aber, dass der deutsche Wert mit 50,7 den zweitniedrigsten Stand innerhalb der letzten 16 Monate verzeichnete. In Frankreich fiel der Index mit 49,6 Punkten auf den tiefsten Stand seit gut einem halben Jahr.


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