EXPERTEN

9:51 | 19.04.2012
HSBC T&B – US-Erholung verliert an Fahrt

In den ersten drei Monaten des Jahres zeigte sich die US-Konjunktur durchaus von ihrer
Sonnenseite. Die Einkaufsmanager waren zu Jahresbeginn sowohl im Dienstleistungssektor
als auch im Verarbeitenden Gewerbe zunehmend zuversichtlich bezüglich der Entwicklung
der Wirtschaftsaktivität. Die Unternehmen haben wieder vermehrt neue Arbeitskräfte
eingestellt, und die Arbeitsmarktbelebung stimmte auch die Konsumenten
wieder zuversichtlicher. Nun rückt zunehmend die Frage in den Fokus, wie nachhaltig die
jüngsten Erholungstendenzen sind. Wir gehen davon aus, dass die hohe Dynamik der konjunkturellen
Stabilisierung auch auf das verhältnismäßig milde Winterwetter zurückzuführen
ist und nicht in gleichem Maße beibehalten werden kann. Die saisontypische Frühlingsbelebung
dürfte in diesem Jahr lediglich etwas früher stattgefunden haben. Im April
sollten die Unternehmen in der Industrie zwar grundsätzlich optimistisch bleiben. Der
markante Rückgang des Empire State-Index, dem regionalen Einkaufsmanagerindex für
den Fed-Distrikt New York, von 20,2 auf 6,6 Punkte deutet aber bereits darauf hin, dass
das Wachstum in der Industrie wohl etwas an Fahrt verliert. Und auch der heute zur Veröffentlichung
anstehende Philly Fed-Index sollte im April lediglich unverändert bei 12,5
Punkten verharren, nachdem hier noch im Vormonat die Neuauftragskomponente deutlich
zurückgegangen ist, was die Ausgangslage für die Unternehmen erschwert haben sollte.
Auch die Erholung am Arbeitsmarkt dürfte in den kommenden Wochen mit weniger großen
Schritten voranschreiten, auch wenn zuletzt mit erwarteten 366.000 Erstanträgen auf
Arbeitslosenhilfe wieder rund 14.000 weniger Unterstützungsmaßnahmen als in der Vorwoche
angefragt wurden.
In der Eurozone sollten sich die Verbraucher weiter zurückhaltend zeigen. Da sich die
Arbeitsmarktsituation im gesamten Währungsraum zuletzt wieder verschlechtert hat und
zudem die Einführung weiterer Sparmaßnahmen in der Peripherie notwendig wurden,
dürfte das Konsumentenvertrauen im April von -19,1 auf -19,6 nachgeben.


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