EXPERTEN |
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9:07 | 11.02.2009
HSBC T&B: US-Handelsbilanzdefizit weiter auf dem Rückzug
Das fast schon chronische Außenhandelsdefizit der USA ist in den letzten Monaten rasant geschrumpft: Im November letzten Jahres ging der Negativsaldo um rund 28 % gg. Vm. auf 40,4 Mrd. USD zurück; für Dezember rechnen wir mit einem weiteren Absinken auf 38,0 Mrd. USD. Dieser wachstumsgünstige Trend für die USKonjunktur darf allerdings nicht überbewertet werden. Schließlich ist die Entwicklung nicht die Folge einer wettbewerbsfähigeren US-Exportwirtschaft – ganz im Gegenteil: Die Exporte befinden sich seit rund einem halben Jahr auf dem Rückzug. Vielmehr ist das schrumpfende Handelsbilanzdefizit auf einen noch stärkeren Rückgang der Importe zurückzuführen. Hier kommt es sowohl zu spürbaren Preisrückgängen (Stichwort: Ölpreis) als auch zu massiven Mengeneinbußen. Die erste BIPSchätzung zum 4. Quartal 2008 deutet darauf hin, dass vom Außenbeitrag im Gesamtjahr 2008 ein Wachstumsimpuls von 1,4 %-Punkten geleistet wurde, für 2009 rechnen wir mit einem Wachstumsbeitrag von 0,6 %. Mit Blick auf unsere pessimistischen Annahmen bezüglich des privaten Konsums und der Investitionen wird dieser positive Impuls im laufenden Jahr aber mehr als kompensiert – insgesamt rechnen wir für 2009 mit einem BIP-Rückgang von 1,0 %. In Großbritannien erwarten wir im laufenden Jahr mit -2,5 % eine deutlich kräftigere Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. In diesem Umfeld wird die Arbeitslosenquote weiter kräftig anziehen. Seit April 2008 ist diese Rate bereits von 2,5 % auf 3,6 % gesprungen, für Dezember rechnen wir mit einem weiteren Anstieg auf 3,9 %. Aus dem Inflationsbericht der Bank of Englang (BoE) dürfte hervorgehen, dass die britischen Währungshüter mittelfristig mit einem deutlichen Unterschießen des anvisierten Inflationsziels von 2 % rechnen, was weitere Zinssenkungen begünstigt. Im März erwarten wir eine erneute Absenkung der Base Rate um 75 BP auf 0,25 %. |
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