EXPERTEN |
|---|
9:34 | 08.08.2008
HSBC T&B: USA: „Zweitrundeneffekte“ für die Fed wohl weniger ein Problem
Die von der EZB seit Monaten befürchteten „Zweitrundeneffekte“ infolge der kräftigen Inflationsanstiege bereiten der US-Notenbank derzeit offenbar weniger Sorge. Zwar beschleunigt sich auch in den USA der Anstieg der Konsumentenpreise, der Blick auf den amerikanischen Arbeitsmarkt unterstreicht aber, dass die Gefahr eines zunehmenden Lohndrucks in den USA verglichen mit der Eurozone wohl geringer ist. So sind seit Anfang des Jahres insgesamt über 460.000 Arbeitsplätze abgebaut worden; die Arbeitslosenquote ist im gleichen Zeitraum von 4,9 % auf 5,7 % deutlich angestiegen. In einem solchen Umfeld haben die Arbeitnehmer bei den Lohnabschlüssen wenig Verhandlungsspielraum. Dies zeigte sich bereits im 1. Quartal, als der Zuwachs der Lohnstückkosten auf 2,2 % (ann.) zurückgegangen ist. Vor dem beschriebenen Hintergrund rechnen wir im Zeitraum von April bis Juni mit einer weiteren Verlangsamung beim Anstieg der Lohnstückkosten auf 1,6 % (ann.). Gleichzeitig sollte im 2. Quartal der Produktivitätsanstieg von 2,6 % auf 2,4 % nachgelassen haben. |
| Weitere Meldungen |
|---|









