EXPERTEN

11:31 | 01.02.2012
HSBC T&B – USA: ISM-Index weiterhin oberhalb von 50 Punkten

In den USA notiert der ISM-Index seit August 2009 oberhalb von 50 Punkten, dem
Schwellenwert zwischen einer wachsenden und einer schrumpfenden Wirtschaftsaktivität.
Im Dezember 2011 wurde mit 53,9 Punkten der höchste Stand im 2. Halbjahr 2011 erzielt.
Der Durchschnittswert seit August 2009 beträgt knapp 56 Punkte. Zum Jahresauftakt 2012
erwarten wir einen leichten Monatsrückgang beim ISM-Index auf 53,5 Punkte. Hierin
sollte sich auch widerspiegeln, dass sich die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft aus
dem Schlussquartal 2011 mit dem annualiserten BIP-Zuwachs von 2,8 % wohl nicht aufrecht
erhalten lässt. Perspektivisch rechnen wir mit Zuwachsraten um die Marke von 1 %.
Für das Gesamtjahr 2012 sollte damit das Plus „nur“ rund 1,5 % gg. Vj. betragen. Beim
ADP-Arbeitsmarkt dürften die Werte vom Dezember 2011 die grundsätzliche Verfassung
des Arbeitsmarktes überzeichnet haben. So wurden z. B. wegen des Weihnachtsgeschäfts
42.000 temporäre Jobs im Bereich des Paketversands geschaffen. Für den Januar 2012
erwarten wir lediglich ein moderates Beschäftigungsplus von 145.000.
In der Eurozone sollte die Jahresrate der Konsumentenpreise auch im ersten Monat des
Jahres 2012 unverändert bei 2,7 % liegen. Die kräftigte Aufwärtsdynamik der Energiepreise
– in den Monaten November 2011 bis September 2011 betrug der Zuwachs jeweils
gut 12 % gg. Vj. – hat sich aktuell abgeschwächt. Im Dezember 2012 lag das Plus bei
9,7 %, und wir erwarten eine weitere Ermäßigung. Nach dem Anstieg der Konsumentenpreise
im Kalenderjahr 2011 um 2,7 % erscheint uns für 2012 ein Wert von 2,1 % erreichbar
zu sein, wobei aber erst im Schlussquartal 2012 die Marke von 2 % unterschritten
werden dürfte. Vor allem der Anstieg der administrativen Preise und der indirekten Steuersätze
dürfte trotz der schwachen konjunkturellen Lage der gesamten Eurozone einem
kräftigen Preisrückgang im Weg stehen.
In Großbritannien sollte der PMI für das Verarbeitende Gewerbe mit 49,2 Punkten zum
vierten Mal in Folge auf eine schrumpfende Wirtschaftsaktivität hindeuten.


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