Zum Schluss der letzten Wochen gab es reihenweise positive Konjunkturdaten. Besonders stach in den
USA der Arbeitsmarktbericht zum Jahresauftakt 2012 hervor. Bei den „nonfarm payrolls“ konnte ein Plus
von 243.000 Stellen erzielt werden. Der Zuwachs lag damit signifikant oberhalb der Konsenserwartungen
(150.000). Gemäß der jährlichen Benchmarkrevision unterschritt zwar das zusätzliche Plus an Arbeitsstellen
mit 162.0000 den Schätzwert vom Herbst letzten Jahres (192.000) leicht. Auf revidierter Basis lag
damit der monatliche Stellenaufbau im abgelaufenen Jahr 2011 nicht bei 137.000, sondern bei 152.000.
Zudem sank die Arbeitslosenquote auf 8,3 %, wobei auch die Erwerbsquote von 64 % auf 63,7 % weiter
zurück ging. Beachtlich war, dass im Verarbeitenden Gewerbe der Aufbau von 50.000 Stellen der stärkste
Zuwachs seit einem Jahr war und es im Bausektor zum dritten Mal in Folge ein solides Monatsplus gab.
Der ISM-Index für den amerikanischen Dienstleistungssektor zog zum Jahresauftakt auf 56,8 Punkte an.
Vor diesem Hintergrund musste der Euro Verluste auf unter 1,31 USD verkraften. Verstärkt wurde diese
Entwicklung durch die Meldung, dass sich die Finanzminister der Eurozone nicht heute, sondern wohl
erst später in der Woche treffen werden. Die „Hängepartie“ um Griechenland hat folglich noch kein Ende
gefunden. In der Eurozone lag der finale Wert für den Januar-Einkaufsmanagerindex im Dienstsleistungsgewerbe
mit 50,4 Punkten nur marginal unter dem Wert der Schnellschätzung von 50,5 Punkten
(Dezember 2011: 48,8 Punkte). Somit wurde der Schwellenwert von 50 Punkten erstmals seit September
2011 wieder überschritten. Der „composite PMI“ verbesserte sich auf 50,4 Punkte und weist bei aller
Divergenz der nationalen Daten auf eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität in der Eurozone hin. In
Großbritannien sprang der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor mit 56 Punkten auf den
höchsten Stand seit 10 Monaten.