10:56 | 31.08.2010
JRC-DowJones Ausblick: Obama plant weiteres Konjunkturprogramm
Rückblick:
In den USA sind die persönlichen Einkommen der Bürger im Juli nominal um 0,2% gestiegen. Inflationsbereinigt ergab sich hingegen ein Realeinkommensverlust von 0,1%. Die Ausgaben erhöhten die Verbraucher hingegen um 0,4%.
Offenbar ist den Marktteilnehmern klar, dass die Ausgaben nicht lange doppelt so schnell erhöht werden können wie die Einnahmen steigen. Die Verbraucherausgaben werden jedoch für eine selbsttragende Konjunktur benötigt. In den USA sind die Verbraucher für 70% des BIPs verantwortlich, in Deutschland sind es nur 60%. Sind die Verbraucher angesichts von Reallohnsenkungen gezwungen, ihren Konsum einzuschränken, wird die US-Wirtschaft auch künftig auf staatliche Stimulantien angewiesen sein.
Die plant denn offenbar auch schon Präsident Obama. Er gab bekannt, es werde derzeit nach Möglichkeiten gesucht, die Wirtschaft kurzfristig mit einem weiteren Konjunkturprogramm zu stützen.
Der Dow Jones fiel dennoch am ersten Handelstag der Woche fast ununterbrochen. Nahezu der gesamte Vortagesgewinn wurde wieder abgegeben. Beendet wurde der Handel minimal über dem Tagestief, das wiederrum nur wenige Punkte über der psychologisch bedeutsamen Grenze von 10.000 Punkten lag. Es entstand ein Tagesverlust von 141 Punkten oder 1,39%.
Ausblick:
Charttechnisch spricht nichts gegen weitere Abgaben bis 9810 Punkte. Das gleiche galt jedoch auch schon in der letzten Woche, ohne dass es zu den erwarteten Verlusten kam. Es bleibt demnach abzuwarten, wie das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären im Bereich von 9940 Punkten aussieht. Dort gelang dem Dow Jones in der Vorwoche zweimal die Umkehr.
Behalten die Bären die Oberhand, erwarten wir einen Test der Kreuzunterstützung bei rund 9800 Punkten.
Reißen hingegen die Bullen noch einmal das Ruder herum, dürfte der sehr steile, kurzfristige Abwärtstrend Geschichte sein. In diesem Fall ist von einer Gegenbewegung bis rund 10.250 Punkte auszugehen.
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