EXPERTEN

10:33 | 21.07.2010
JRC-DowJones Ausblick: US-Immobiliendaten schwächen Dow nur kurz

Rückblick:
Die neusten Daten vom US-Immobilienmarkt wurden vom Aktienmarkt am Dienstag zunächst negativ aufgenommen. Angesichts der vorliegenden Zahlen kann man es den Bullen nicht verdenken, dass sie sich zurückhielten. Schon von niedrigem Niveau ausgehend sank die Zahl der Wohnbaubeginne im Juni weiter. Korrigiert wurde der Vormonatswert, er sank von 593.000 auf korrigierte 578.000 Einheiten. Im Durchschnitt rechneten die Analysten mit einem Absinken der Baubeginne auf 570.000. Stattdessen wurden auf das Jahr hochgerechnet nur noch 549.000 Bauten begonnen.
Übertroffen wurden die Erwartungen bei den Baugenehmigungen. Sie stiegen von 574.000 auf 586.000. Hier rechneten die Analysten mit maximal 575.000 auf das Jahr hochgerechneten Genehmigungen.

Der Pessimismus der Marktteilnehmer hielt am Dienstag jedoch nicht lange an. Nach starken Verlusten in der ersten Handelsstunde, in deren Zuge beinahe die Unterstützung bei 10.000 Punkten erreicht wurde, setzten Käufe ein. Sie trieben die Notierungen bis zum Handelsende auf 10.230 Punkte. Bei einem Tagesgewinn von 75,5 Punkten oder 0,74% notiert der Dow Jones nur noch 20 Punkte unter seinem wichtigen Widerstand von 10.250 Punkten.

Ausblick:
Auf Wochenbasis wurde in der vergangenen Woche ein neuer Abwärtstrend etabliert bzw. bestätigt. Die Trendlinie beginnt Anfang Mai, wurde Ende Juni getestet und nun in der vergangenen Woche schon ein drittes Mal angelaufen. Die Notierungen des Dow Jones drehten an der von der 200-Tage-Linie verstärkten Trendlinie.
Dennoch macht der gestrige Abprall von der psychologisch wichtigen Grenze zum vierstelligen Bewertungsraum Hoffnung. Können sich die Bullen den Schwung vom Dienstag erhalten, könnte der Widerstand zwischen 10.250 und 10.280 Punkten noch einmal gebrochen werden. Damit wäre auch der Abwärtstrend ad acta gelegt.
In diesem Fall rechnen wir mit weiteren Gewinnen bis 10.400 und anschließend 10.500 Punkten.

Unterstützt wird der Dow Jones weiterhin schwach. Abgesehen von den 10.000 Punkten und dem gebrochenen, sehr langfristigen Abwärtstrend bei 9900 Punkten ist bis 9810 Punkte nur wenig Unterstützung auszumachen.


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