Rückblick:
Die Analysten gingen offenbar davon aus, dass die seit über einem halben Jahr gewährten Subventionen für Hauskäufer in den USA zu einem selbsttragendem Wachstum der Nachfrage führen würden. Erstmalige und in geringerem Umfang auch andere Hauskäufer erhielten eine Steuergutschrift bei Kontraktabschluss bis Ende April. Dadurch ergab sich vor allem eine steigende Nachfrage nach günstigen Bestandsimmobilien, die zeitweise in manchen Regionen das Angebot überstieg. Von niedrigem Niveau ausgehend führte die Subvention zu einer spürbaren Belebung des Immobilienmarktes. Damit scheint es nach dem Auslaufen der Subvention jedoch wie von uns erwartet vorbei zu sein.
Im Mai wurden nur noch annualisiert 593.000 Wohnbauten neu begonnen. Im Vormonat waren es noch 659.000 (revidiert von 672.000). Analysten rechneten mit maximal 680.000 Baubeginnen und mindestens 655.000.
Getäuscht haben sie sich auch bei den ausgesprchenen Baugenehmigungen. Die fielen im Mai von 610.000 auf annualisiert 574.000. Gerechnet wurde hingegen mit einem Anstieg auf bis zu 650.000.
Derweil stieg die Kapazitätsauslastung der amerikanischen Industrie im Mai weiter an. Nach 73,7% im Vormonat wurden nun 74,7% gemeldet. Im langjährigen Durchschnitt lag die Auslastung hingegen bei rund 81%.
Noch stärker gestiegen ist die Industrieproduktion im Mai. Sie nahm um 1,2% zu, Analysten gingen von rund 0,9% aus. Im Vormonat wuchs der Output noch um 0,7%.
Die gemischten Vorgaben führten zu Stagnation am US-Aktienmarkt. Nach kurzer Korrektur stieg der Dow Jones nur ein wenig über das Vortagesniveau. Auf Tagesbasis entstand ein Gewinn von viereinhalb Punkten oder 0,05%.
Ausblick:
Mit dem Ausbruch über 10.300 Punkte sind Anschlussgewinne bis 10.500 Punkte zu erwarten. Gelänge es auch, diesen Bereich zu überschreiten, ergäbe sich weiteres Potential bis 10.730 Punkte.
Unterstützt wird der Dow Jones nun zwischen 10.300 und 10.250 Punkten. Bräche diese Unterstützung, muss man sich auf weitere Verluste bis 10.050 einstellen.