EXPERTEN

11:24 | 21.01.2011
JRC-FDax Ausblick: DAX Future – Gewinnmitnahmen beim DAX Future gehen weiter

Rückblick:
Die am Mittwoch gestartete Korrektur führte der DAX Future auch am Donnerstag weiter. Die wichtige Unterstützung von 7060 Punkten wurde dabei mehrere Stunden unterschritten. Gestoppt werden konnten die Bären erst knappe 15 Punkte über der psychologisch bedeutsamen 7000-Punkte-Grenze. Zum Tagesende konnte der DAX Future wieder über 7060 Punkten stabilisiert werden, was aber noch immer einen Tagesverlust von 33,5 Punkten oder 0,47% bedeutet.

Sanierungsbedarf offenbart sich derweil bei Spaniens Sparkassen. Bislang fürchtete der Markt, ein Zahlungsausfall Portugals würde auch Spanien mit in die Pleite reißen, da spanische Banken massiv in portugiesische Anleihen investierten. Würden die noch stärker im Wert sinken, sähe es bei den spanischen Banken düster aus und der Staat müsse einspringen. Da Spanien selbst aber nur noch zu sehr hohen Zinsen Kredite bekommt, könnte es für den spanischen Staatshaushalt kritisch werden.
Nun haben es die spanischen Sparkassen aber auch ganz ohne Zahlungsausfall Portugals in die quasi-Pleite geschafft. Der Sparkassensektor bekam bereits 11 Mrd EUR vom spanischen Staat. Das Wall Street Journal berichtet, dass noch einmal 30 Mrd EUR nötig sein könnten.

Während in Deutschland die Großbanken während der Krise wankten und sich die Sparkassen mit wenigen Ausnahmen als sehr krisenresistent erwiesen, ist es in Spanien genau umgekehrt. Dort sind die Sparkassen am stärksten in die wackelige Finanzierung der meisten Immobilien eingebunden. Die zusätzliche hohe Belastung von mutmaßlich 30 Mrd EUR scheint auch die EU kritisch zu sehen. Bereits jetzt läßt man verlautbaren, dass der Euro Stabilitätsfonds notfalls auch Spanien unter die Arme greifen könne.

Ausblick:
Noch wird es für den DAX Future nicht kritisch. Erst wenn die Unterstützung bei 7040-60 nachhaltig auf Tagesbasis nach unten durchbrochen wird, sähe es mittelfristig nicht mehr allzu rosig für den DAX Future aus. Neben einem Fehlausbruch nach oben hätte man es dann auch noch mit einem Doppeltop zu tun. Eine weitergehende Korrektur bis in den Bereich 6850-6900 Punkte wäre dann wahrscheinlich. Unterstützung ist dazwischen nur noch bei 6975 Punkten auszumachen. Innerhalb dieser alten Tradingrange zwischen 7040-60 und 6850-6900 Punkten kann es zu willkürlichen, aber sehr schnellen Richtungsänderungen kommen.

Widerstände bauen sich nun vor allem bei 7100 Punkten – dem alten Jahreshoch – und 7140 Punkten auf. Dort verläuft der alte Aufwärtstrend. Die alte Trendkanalobergrenze, wo am Mittwoch die Gewinnmitnahmen starteten, ist bei 7190 Punkten zu finden. Erst wenn dieses Widerstandsbündel durchbrochen ist, kann es zu weiteren Gewinnen bis 7350 Punkten kommen.


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